Ausgabe 
12.9.1769
 
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Verschiedene schädliche Würmer pflegen der Gerste, tinb überhaupt asserü Getrayde und Gesäme in Feldern und Garten grosen Schaden zu- zusugen, indem si^ die Eroe durchwühlen, und durchlaufen, die Wurzeln der Pflanzen aber, und Die Erdgewächse durchfteffen.

Ein thüringischer Hauöwitth har in Erfahrung gebracht, daß dieses AWzicfer die Ausdunstungen des Ellern - und Eichenholzes scheuet: er steck­te daher Ellern unp Eichenzweigo häufig in die Lecker, und hat große Vortheile oavon^gehadt. .

Wann man nebst anderem Dünger auch etwas ungelöschten Kalk auf die Felder dringt, so thut dieses nechst dem, daß es selbsten den Acker vet- bGrt, auch m Ansthung deS Ungeziefers gute Dienste. -

Wider den Brand im Waizen sind in vielen Schriften vielerley Mittel vorgeschlagen worden, so kvte man von dessen Ursachen verschiedene Meynungen hegt. Ich will daher auch ein Gegenmittel angeben, welches durch Die Erfahrung sehr bewährt ist.

Auf 8. Cubrklus Waizen nehme man rr. Pfund Kalch, welcher sich selbst gelöscht hat, oder zerfallen ist > ferner za. Pfund Wasser, und 8. Pfund Buchenasche.

Kalch und Asche werden nebst z Handvoll Kochsalz durch einander geMngt, und mit den obigen Pfund Wasser bereitet man aus diesen Sachen eine Lauge. Diese Lauge träufelt man- nach und nach auf den Witzen, und schlagt denselben alsdann auf einen Kienhaufen, welcher ohngefähr 71. Stunden in Ruhe gelassen wird. Wie der Wachen auS diesem Kienhaufen kommet; so wird er aisobald gesäet, oder man muß iHv auseinander bringen.

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Sollten nicht diejenigen, denen die Aufsicht über ganze Dörfer an- vertraut ist, auch darin suchen ihr Ansehen geltend zu machen, daß sie die Einwohner derselbigen anhielten ihre Gemein-Wiesen, oder so genann­ten Allmeyen $tt verbessern. Es wäre dies das beste Mittel den fast allge­meinen KlaOn über schlechten Wiesewachs abzuhelfen. Dir Bauern wür­den dadurch im Stande gesetzt werden, mehr Vieh zu halten, anstatt sie retzt an manchen-Orten, das wenige Vieh, welches sie haben, ausMan-

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