43l Gr'esitfche wöchemlichr-gemeinttützige Anzeigen

sie heitern den Verstand auf, befteyn vom Aberglauben , und leiten zur Ehre des Schöpfers. Die Herrn Verfasser der Giesser beliebten Wo­chenschrift haben diesem Endzweck bisher auf eine lobenswürdige Art ein Gnüge gethan. Sie werden mir aber vergönnen , einige unmaögebliche Vorschläge zu thun. Hier sind sie. Ersuchen sie ausländisch^-und in­heimische Freunde um Bekantmachungder Provinzial Mahnungen -Aber­glaubens und Laster. So werden sie diese nicht allein gerade zu bestreiten können; sondern auch etwas zur Erläuterung der Sitten unsers Jahrhun­derts beytragen. Richten sie ihre ökonomische Vorschläge auf bestimmte Gegenden, und besonders auf die Gegend dieses Landes ein , auswärtige Entdeckungen werden sie alsdann als dieser und jener Gegend verwerflich Erklären, oder besonders anpreisen können. Ersuchen sie diejenige, welche in ihren Gegenden Versuche gemacht haben, solche mitzuthellen, das waS anders wo gelungen hierüber fehl geschlagen ist, bekannt zu machen. WaS die physicalische Aufsätze betriff, so empfehle ich folgenden Vorschlag zu besonderer Prüfung. Die Naturlehre ist zwar so weit gebracht , daß sie uns allgemeine Regeln liefert, welche in der Oekonomie auch von Nutzen sevn können? Sie ist aber noch nicht so weit, daß man auf die künftige Witterungen sicher schliessen, viel weniger ausmerksamen Oekonomen Re­geln in die Hände liefern könne, wornach sie auch bey dem Gebrauch al­ler darzu erfundenen Hülfsmittel sicher aufdie Witterung schliessen könne, so weit dieses zur Aussaat und Einerndtung dienlich ist. Diese Regeln müssen noch entdeckt werden. Man muß die Natur in ihren täglichen Veränderungen beobachten, und ihre Wege ausspähen. Würde man nach bekannten Barometers, Thermometers, Hygrometers u. s. w. tägli­che Beobachtungen liefern, würde dieses von manchen -Orten Deutsch­lands und noch besser Europens geschehen , so würden sich nach einigen Jahren die Regeln worauf man die zu erwartende Witterung schliefen kann, von selbst darbieten. Es würde hieraus der Nutzen entstehen, daß Mik der Zeit dem Landwirth richtige Vorschriften könnten ertheilt werden. Dörnach er sich sehr sicher in der Aussaat und Einerndtung richten könne. Machen-sie hiermit den Anfang? Sie werden gewiß in andern Wochen­schriften nachgeahmtwerden. Diese Bemerkungen, wann jede ihre ordent­liche Rubricke bekommt, wird nicht mehr Platz einnehmen, als dasVer- zeichniß des Marktpreißes. Leser welchen es nicht nach Geschmack ist, Werden so wenig dadurch gestöhrt werden als diejenige- welche den Mqpkt- pretß sticht zu wissest pettgngen,^. Hingegen werden sie sich dadurch an-

dem