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hakte, wegen ihrer übermäßigen Verschwendung, nm noch eine kleine Summe übrig gebliebm war. Inzwischen ließ sie doch den Muth mcht völlig sinken. Es gelung ihr einen jungen Menschen an sich zu WMN, und sich oeffelbigen Schwachheit zu Nutze zu machen. Dieser unerfahrne und in sich sterblich vsliebte Jüngling machte sich'von ihrem Reichthum einen so großen Begrif, daß er endlich den Entschluß faste , sie zu eheligen. Sie hatte sich an dem Orte ihres Auffenlhalts ein gewisses Ansehen er­worben , und man kannte sie nicht anders als unter dem Nahmen , die reiche schöne Fremde. Daher geschähe es auch, daß als dieser jung- Mensch einigen von seinen guten Freunden sein Vorhaben eröfnete, diese, anstatt ihm solches zu misrathen , vielmehr ihn glücklich schätzten, daß er das Herz Liner so vollkommnen Persohn gewonnen Hatte. Unter diesen schmeichlerischen Gedanken sein Glück auf die beste und sicherste Werse ge- gründet zu habens machte er ihr seinen Vorsatz bekannt. Sie hörte fei* nen Antrag das erstemal ganz gleichgültig an , und gab ihm eine solche Antwort, welche zwar noch keine gewisse Zusage in sich enthielte , aber doch so beschaffen war, daß er an einer endlichen Erhörung kerne Ursache ru zweifeln hatte. .

Und dieses faltfinnige Bezügen brachte das Feuer ferner Liebe, so tx in seinem Herzen gegen sie hegte, nur noch mehr in Bewegung. End­lich erschien die so lang rrseufzte Stunde, in welcher sie sich gegen ihn na­her erklärte, und seinen Antrag genehmigte. Kurz die Heyrath ward mit Freuden und Vergnügen vollzogen. Aber dieses wahrte nur eine kurze Seit, und dieser Unbesonnene ward bald darauf für seine fluchtige bebe unt> übereilt« Heyrath bestrafet. Er hatte kaum einige Wochen m dem Ehestände zugebracht, M der Vorhang, weicher so vielen Verdruß und Kummer vor ihm verborgen hatte, mit einmal aufgezogen ward , und er sich in der truurigstm Lage befand, in welche nur ein Menlch sich im­mer versetzt sehen kann. Der Mangel eines bequemen Unterhalts, und die verdrußlichsten unter allen Sorgen, die Nahrungssorgen, stellten sich ein. Alles , was nur einen Menschen niederschlagen, und das standhaft tefie Gemüth unterdrücken kann, stürmte auf ihn los. Seine EhegattM kam ihm nicht mehr so reizend für, als sie es zu seyn schien, da er noch ein bloßer Anbeter und Liebhaber von ihr war. Er sähe nunmehr em, daß der Umgang mit einer Ehefrau ganz anders, als der Umgang mit ei­ner Geliebten beschaffen sey. Ihr stürmiiches und auffchrerisches Wesen machte, daß er eine« tödlichen Haß gegen sie fast«, der dadurch noch

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