178 Gr'essisihe w§chetttzlich--gemevmützl8e Attzeigerr
Kerns der Nation erwachset. Den Armen bürgerlichen Standes kann am > besten durch genügsame Gelegenheit/ etwas zu verdienen/ aufgeholfeNwerden; den Armen von Adel hingegen / wie auch den eigentlich sogenannten Dürftigen/ durch nichts anders als durch unmittelbare Anstalten der Versorgung. Es werden also zwey Hauptanstalten erfordert / mit welchen noch einige Nebenanstalten verbunden werden-können. Zur Unkerstüzzung derjenigen bürgerlichen Armen/ welchen es nur M.Gelegenheit zum Arbeiten fehlet, könnte vielleicht keine bequemere Anstalt ersunden werden , alS ein Manufaktur-und Werkhaus. Der Nutzen eines wohl eingerichteten Hauses dieser Art würde aber noch weit größer und allgemeiner seyn/wenn man eine ökonomische, Kunst-und Werkschule und ein Armen -Arbeits- und Werkhaus für eigentlich dürftige und prcßhafte Leute damit verbände. Die adelichen Schüler der erstcrn Nebenonstalk müßten, außer ihren be- sondern Lectionen, zu einer sinnlichen und deutlichen Erkenntnrß von allerhand Produkten der Manuiakturen und Fabriken und ihren rohen Materialien angeführet werden, damit sie dereinst im Kammer-Finanz-Manu- factur.-Commercien. Bergwerks-Forstwesen u s. f. dem Staate nützliche Dienste leisten könnten. Die bürgerlichen hingegen müßten, nxbst denen zu ihrer Absicht dienlichen Lectionen, auch zu wirklicher Arbeit, in derjenigen Manufaktur, wozu sie sich am bestem schikten, angeführet werden , woraus denn eine Beyhülfe für die Manufaktur und eine kleine Revenue tot die Schule entstehen würde, in dein die Handwerker für einen Lehrjungen aus dieser Anstalt gar gern ein gewisses Enkgeld in die S.chulcaffe erlegen würden. Was die zweyte Nebenanstalt, nämlich das Armen - und Werkhaus betrift; so wäre zu wünschen, daß dergleichen Häuser in genügsamer Anzahl hin und wieder im Lande angelegt wurden. Bey ihrer Einrichtung kann man die englischen Werkhäuser zu Mustern erwählen , und solche mit einiger Verandrung anzubriMn suchen. Ueberhaupt kommt es darauf an, daß in einem solchen Häuft wirklich vreßha te Arme., wie auch abgelebte Arme und unmündige'Wayftn nicht allein ihren nothdürskigcn Unterhalt finden, sondern auch durch eine nach ihren Kräften abgemessne Ärbeitdem Müßiggänge und tonen daraus entspringenden Lastern entrissen werden. Der Nuzzen würde sich noch werter oüöbmtcn, w^nn dansst noch ein öf- fentliches Zuchthaus verbunden würde. 'Zu der zweyten H.auptansialt/ wodurch nämlich die Viersorgunä der verarmten adelichen Familietl'HHvlrkr Werden könnte, wäre ein besonders zu errichtendes Aerarium vorzuschlagen.
Wenn auch anfänglich nur ein kleiner Fond dazu gestiftet würde, woraus ** cur


