«4 Gr'essischeAnzeigen

Man enthalte sich bontier W eyßung derjenigen, die alle Strafen für )äd!ich halten, und siegänzliH verwerfen. Man muß züchtigen, dieß ist eine Regel, die bey der Erziehüng der Kinder fast ohne Ausnahme ist. Man muß sich der rechten Mittet bey den Strafen der m in Der bedienen, und wie Fehr verleben es hierin diejenige^, Die d üG chMe K bk oft^g en, be- ständige' MmunttWüsse -t-öder auch durch unkluge V rMchimgen kciW Kindes mit dem^ndernalleFzu verbessert glauben. .MsumrOs immeezu rechter Zeit, nie ohne Ursache, nie aus böser Laune, und nieio züchtigen, daß dabey der Körper.beschädigr oder gar hiugerichtet werde. Altes dieses hat der gelehrte Dem Professor Formen m seinep Abhandlung von der moralischen ErHichamg der Linder änWmrkd: und viele gute Vorschläge gethan, die als ebenso viele Verbesserungen der noch dabey sich findenden Fehler anzusehen sind. Psir ^nrpfchlm pich ^Handlung , alS eine solche, die in ihrer Art wäre Vorzüge hat? Ausserdem giebt der Herr Professor Sulzer folgende Vorschläge.

Erstlich wenn soll man strafend Mach' den verschiedenen Neigungen der Kinder gibt es verschiedene.Arten derSttaftn> deren man sich bedie­nen kann. Es wird voraus gefezt, die Absicht aller Strafen Muß die Bes­serung seyn. Für ein ehrgeiziges Gemükh ist die Schande eine Strafe, für ein zärtlich liebendes Gemükh die Verachtung und Gleichgültigkeit, für ein lebhaftes Gemükh die UntersaMyg per,EkMjc!MW-> Ruhten und Schläge sind die stärkste und. lezte Art der Strafen. - -Man versuche nach den NeiAungew'emes Kindes irrst die-Mündern , und Dkezt dze stärksten Strafens rüan fange mit Verweisen gn ^ üNd endige mit Leibesstraftn. : Herr Sulzer gibt sodann überhauptzwey Regeln an, wenn man gar nicht strafen soll. : n) Wenn;man einen Fehler eben so,gut verbessern kann, als durch Strafen, sa muß man keineStraft gebrauchen r) Viele Feh­ler: sind von'solcher Natur,- daß sie durch Srrgfe yicht können gebcA'tt mer* ven^oder weuigstens mcht so gut,als dmchündr-MtMl, alsdann mstß mast wieder nicht strafen. Kinder,' die von solchen guten Neigungen sind, daß man sie durch Liebe, durch die Empfindungen.der Ehre, der Tugend, des Gehorsams, und durch vernünftige Vorstellungen ziehen kan, müssen nickt cftstraftt werden.". Was sollen dir-Straftn-Hsdie^ keine andrem Absicht als Die Besserung haben, wennihLeigute^ Neigungen sie schon bessern? Kinder, welche Fehles begehen,:Komdenrst.sieryoch nicht wissen; daß eS stj.-Fehler ? Eine von der Gesellschaft der Wissenschaften jtt Hartem im Jahr 176$. ge, krönte Preißschnft.