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schäften hat, wo man manchmal zum Zeitvertreib- spielt/ sondern von derjenigen / worin» eS die Spieler von Profeßion nehmen. Und da bedeutet es so viel als stehlen; und ein Spieler ist so viel als ein Dieb ; Einer, der immer niedrig spielt; ein gemeiner Hausdieb; Einer der allezeit hoch Und glücklich spielt: ein Skrasenräuber, dem man noch nicht hat Gerechtigkeit widerfahren lassen. Er spielt sehr fein heißti er weiß den Leuten daS Geld aus der Tasche zu nehmen / ohne daß sie eS gewahr werden. Er Hielt ehrlich ist also eben so unsinnig gesprochen, als wenn man sagen wollte: Er stiehlt ehrlich. Wollen wir nicht ein Spielchen machen? ist die gewöhnliche Losung zum Plündern.
Studiren
Heißt:r. Jahre auf Academien recht nach Wunsch sich lustig machen.' Wer diese Zeit gehörig ausgestanden hat: von dem sagt Man, er hat auSstu- dirt. Da das Sausen hauptsächlich zu den akademischen Lustbarkeiten gehört: so wird man auch merken, was das sagen will: er hat sich zu rode studirt. So nach ist eS nur auf denjenigen Academien ungesund zn studiren/ wo der Wein nichts taugt. Wie deutlich wird die Redensart: Er hat in z.'Jahren 5000 fl. verstudirk. „ Verzeichnis was ihr Herr Sohn an Rhein-und Franz-Wein bey mir verstudirk hat „ So könnten die Wirthe ihre Rechnungen überschreiben, die sie dem Vater nach Hause schicken. Wie sich aber geistlich studiren mit einigem Verstand sagen laßt, das sehe ich wenigstens nicht ein. Man sagt auch nicht mehr so, weil eS ein offenbarer Widerspruch ist.
Von allem weiß er zu reden
Dieser Ausdruck hat mich oft in Unruhe und in Erstaunen gesetzt, und ich habe allezeit eine unbeschreibliche Hochachtung gegen die Personen gehabt, von denen das gesagt wurde. Aber wie schäme ich mich nun! Ich habe nunmehr mit mehr Einsicht diejenigen untersuchen können, welchen man dieses Lob gab, und habe gefunden, daß ich der Sprache damals noch nicht mächtig genug war. Es ist eine spaßhafte Redensart; und bedeutet einen Menschen, der gerade von gar nichts mit Verstände zu reden weiß , und doch unverschämt genug ist', von allem mitzuschwatzen.
Fortsezung der Abhandlung einiger öfters vorkommenden gefährd chen pferdekrankheiren und deren Remedur zum Besten des Landmanns.
Das Clistier selbst bestehet aus folgenden: Em reichliches Nössel
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