Mer Cammerrath/ und meine Mutter'-eine jungeVerschwenderinn gewes sen seyn. Ich gebe viele Schriften in Duodez und Folio, in Reimen und in Prosa , in deutscher, lateinischer, französischer, italiamschermnd noch mehr Sprachen heraus. . Es hat-sich schon Mancher so sehr in mich verliebt, daß er darüber zum Narr.»'und zum Bettler geworden ists uZch will mich weiter. nicht stlbst rühmen, auch nicht aüsmachcn, ob ich mehr Wte-sE böses in die Welt gebracht habe;, nur das will ich noch hinzusügen:' Vor Alters hat.man mich nicht gekannt; in den neuern Zeiten bin ich erst entdeck^ worden.^ Nun, dachtekönnteiman bald errathen, wie ichhEk
• | (■ j äli* Dflh-U »*ß C“.. •*:. •• f MF
rretz RLchsel.
Ich bin nur das Eigenthum des mcinnlichen Geschlechts. Dem weiblichen gehörk ich wenig oder gar nicht zu. Wenn ich bey einer Mannsperson erscheine- so gereiche ich derselben zu einer besondern Zierde. Sv bald ich mWÄM hey rinem Frauenzimmer will sehen lassen > so ist man auch auf nich/s- mehr bedachte als wie man michwftper unflchtbar machenmöge. Ich werde mit meinem Besitzet geböhttst, und idennvch werde' ich demselben selten vor dem achtzehnten Jähre feines Lebens sichtbar rmd Merkwürdig, wenigstens mache ich ihm nie eher einige Sorgen. Wenn ich sehr stark bin ; so bin ich meinem Besitzer zur Lass,; ich OMsache ihm Unbequemlichktzt und manchmal SchMM /besonders hey issMch/Tode. Weün ich hingegen schwach bin; so'gebe ich witzigen Köpsxn.ojst Anlaß zum Gelpötte über meinen Besitzer. Ich bin bald klein, bald tzros, bald dick, bald dünne, bald roch, bald grau , bald schwarz, und. bald weiss. Ich diene nicht selten zum Unterscheidungs Zeichen ganzer Nationen und vieler tausend Menschen von andern ihres Geschlechts. Offt bin ich zugleich ein Merkmal, dass mein Besitzer verheyrqthet ist , Wd-Wnn er über etwas Nachdenken will; so nimmt er mich me'istencheiw jti ble "Hand. So lang die Welt sieht/ bin ich bekannt. Ich lebe Nsit meinem Besitzer, allein ich Kmn tausendmal sterben, ohne daß es demselben, ein einzMsmal am Leben etwas schadet. • Und manchmal lebe ich so gar noch eimge/Zch Mch dem TodkWmsHmn. jg «a-vE-G«'» wM®
kt Ich habe keine Zunge, und keine Sprache, ünd^Mnöch Wnn ich -ÜeS wiederlaM, ms man mir anvenram^ HWWWW MstOst, zunch R r i ttami's


