Ausgabe 
1.3.1768
 
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7« (Sieflifä## wöchentlich gtnitfrtnfl^tge Anzeigen

mit besonderm Fleiße getrieben würde. Auch in Deutschland ist sie in man» chen Gegenden sehr beliebt, und wohl ausgenommen. Dahin gehört insbesondere Sachsen, und Hannover. Man bat Gesellschaften errich­tet, die zu ihrer Aufnahme bestimmt sind, man hat durch Belohnungen die Trägheit der Unterthanen aufzumuntern, und sie zu einer Sach« zu bewegen gesucht, die ihnen selbst von der ciusserstm Wichtigkeit ist. Der Endzweck ist gröstentheilS glücklich »erhalten worden. Ich habe Pach. ter m Sachsen gekannt, die man mit gutem. Gewissen zu Professoren in der Oeconomie hatte machen können.

Allein wie kömmt eS denn, daß sich in unserm Hessen dieser Geist nicht auch zeigen will? Es fehlt uns weder an Vorgängern, noch an Gelegen­heit dazu. Und doch sicht man, daß die Oecvnomie noch nicht be» uns so beliebt, so bekannt, und zu Hause ist, wie bey unfern Nachbarn. Ei­nem pratiotischen Herzen geht dieses nahe! wir ermahnen unsre Lan- deslenke tm Flamen ihres eignen Vorrheils und Vergnügens, flicht langer mehr rn diesem Seudio gleichgültig ;n sevn, wo ih­nen ihr Fleiß auf eure fo vortreflsche Arr belohnt wird. Unsre Matter sind vorzüglich dazu bestimmt, ihren Geschmack an Lkonomi- fchen Sachen zu erwecken. Allein wir können immer noch nichts von eig­nen Arbeiten unserer Landsleute vorzeigen, sondern wir müssen uns noch im. wer begnügen, aus auswärtigen guten Sconomischen Blattern Auszüge zu liefern; Butter, woran oft der Landmami in diesen glücklichen Gegendn einen beträchtlichen Mtheil hat

Von Baumsthulen.

Aus dem Leipziger Intelligenz-Blatt No. j.

Bey Abfassung dieses Aufsatzes habe ich mein Augenmerk nicht auf Gärtner und Gartenwerksverstcindige, sondern auf Landwitthe gmchter Di« Baumschulen sind ein beträchtliches Stück bey einer LaudwirthschM. und es ist groser Vortheil daraus zu ziehen; gleichwohl lehret der Aua-n- schein, wie sehr es vernachläßiget wird. Aus dieser Ursache habe ich mir vorgenommen, Den Landwirthen zum Besten eine kurze, doch bmldmilid e Anweisung zu geben, und ihnen den Nutzen anzupreisen. Wer emeBaum. schule anlegen will, der erwähle sich einen Ort in seinem Garten, « te« Erdreich ist; ist es aber von Natur nicht so gut: so dünge man solches

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