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s« rechter Zerr gros zu tfoun # als welches der praetische "heil verselden genennt werden kann. Dieses aber in der That auSzuführm müßte jemand nicht nur alle Arten wahrer und fabelhafter Geschichte, mit einem phllolophijchen Auge durchgegangen haben, sondern auch selbst so viel Erfahrung besitzen, daß er das menschliche Herz in allen möglichen Stellungen kennen gelernt, um aus bcyden allgemeine Maximen heraus- zuziehen und dieselbige mit berühmten und prattischen Beyspielen zu erlau- x lern. Satiren, Romanen, Schauspiele und überhaupt alle gute Schriften, welche pragmatisch geschrieben sind, würden demjenigen, der etwas weiter als die blose Materie und die Redensarten, womit dieselbige ausgedruckt wird, darinnen zu sehen gewohnt ist, ungemein viele Materialien zu einem lolchen Gebäude darreichen. In einzelnen Materien findet man jchon eines und das andre vorgearbeitet, wovon daö sogenannte Vetrugs- Proben geben* der Spitzbuben einige, wiewohl noch schwache,
So sehr man seinen Verstand in vielen Fallen blicken lassen muß, so nothwendrg ,st es zuweilen, denselben zu verbergen, bald um seine Absichten geheim zu halten, bald um einen Betrüger zu betrügen, bald um sich oey andern Leuten, welche andre Meinungen und Vorurtheile haben, nicht verhaßt zu machen, bald um den Neid zu vermeiden. Man muß viel sehen und Horen, ohne daß andre glauben; daß wir eS bemerkt haben. Man muß manches, das man besser weis, gelassen anhören, ohne es zu widerlegen. Man muß, wenn unsre Pflichten es mchr ausdrücklich erfordern, andern oft Recht lassen, wenn sie wirklich Unrecht haben. Was sagt ihr dazu, ihr Schwätzer, die ihr beständig das grosse Wort führen wollt? Ihr Haberechte, die ihr in keinem, auch nicht den gleichgültigsten Dingen nachgeben könnt? Und ihr unerträglichste unter allen, die ihr in Gesellschaften weiter nichts, als gelehrte Streitigkeiten auf die Bahn zu bringen pflegt.
: Leute, welche eine vorzügliche Liebe zu gewissen Tbieren, als Hun
den, Katzen, Pferden, Vögel und dergleichen, haben, sind nicht selten, schwill diesen Geschmack, wenn das lächerliche dabey vermieden wird, eben nicht tadeln. Ich frage nur, ob man aus einer solchen Neigung ei- nerr Schluß auf die Gemüthsart machen, und nach dem bekannten Spruchwort: daß man eine Person aus ihrem Umgang kennen lerne, behaupten könne, daß derjenige, der zum Exempel ein besonderes Vergnü-
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