trrrd Nachrrchkeir. Z6-

Sinngedichte.

Der neue Autor.

Bav hat in allem was er schrieb, stets etwas neues vorgetragenr Denn vor ihm wagte kein Scribent solch albern Zeug, wie er zu sagen.

Sinnreicher Einfall des sterbenden Fontenelle.

Des Todes bange Furcht durch Scherze zu besiegen, Sprach Franckreichs schönster Geist nöch in den letzten Zügen:

/, Ich fühle keine Schmerzen mehr, Allein das Daseyn fallt mir schwer.

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Vorläufige Anzeige.

So wie in lunsern aufgeklärten Zeiten die Wissenschaften gestiegen sind, eben so steigen auch die Künste: Ein gewisser Künstler unserer Ge­gend hat eine Art von Frauenzimmer. Schlitten erfunden , die ihrem Erfinder Ehre machen, und uns mehrere Proben seines grosen Genies hof­fen lassen. Es ist ein Wurst-Schlitten, auf welchem 3-4 Frauenzim­mer sehr bequem hinter einander sitzen können, ohne Schaden befürchten zu dürfen, weil der Sitz nicht breit und -dabei mit gesottenen Haaren sehr wohl ausgestopft ist. Auf beiden Seiten sind Fuß-Sacke sehr schicklich angebracht, daß man nicht nöthig hat Stiefeln anzuziehen. Den gantzen Schlitten umgiebt ein Vorhang, um auch ohne Masque unerkant fahren zu können. Das Geläut bestehet aus sehr feinen Schellen, die einen Hel­len jungferlichen Thon von sich geben. Auch der Kutscher sitzt verdekt, und man ist für allem Umfallen gesichert. Weil das Frauenzimmer selbst Sultans trügt, so halt der Erfinder nicht für schicklich dem Pferd einen Federbusch aufzustecken. Worzu , werden viele sagen , dient diese Erfin­dung? sind nicht alle Schlitten so eingerichtet, daß ein chapeau ein oder mehrere Frauenzimmer fahren kann? Gut.' Aber sind dann auch alle Frau­enzimmer so behertzt sich jungen Herrn anzuvertrauen. Müssen sie nicht besorgen, daß sie von unbesonnenen jungen Herrn zum fallen gebracht n>er* den ? Gleichwohl aber regt sich die alte Eva, wann sie artige junge Herrn un, ter dem Knall der Peitsche und Geläut der Schellen vor bey stiegen sehen

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