Ausgabe 
10.3.1767
 
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Dienstags den roten März. 1767.

MitHochfürstl. Hessen- Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis. .

Ursachen warum fo viele Mädgen keine Männer bekommen^ nebst einem Mittel dargegen.

S^s gehet mir sehr nahe, daß so viele Mädgen, welche das ihrige zur \ Erhaltung des menschlichen Geschlechts durch den Ehestand beytra- gen könnten, als müssige Personen wider ihren Willen sitzen blei­ben müssen. Solche Mittel auszusinnen, daß alle und jede, die zum Ehe­stände tauglich sind, untergebracht werden können, ist wohl bey der jetzi­gen Verfassung der Welt unmöglich: wenigstens zweifle ich sehr, daß die Manier der Herrn - Huther, die ledige Leute gegeneinander zuverloosen, allgemein beliebt werden dürfte. -

Vieles hangt bey dieser Sache von solchen Umständen ab, die zu än­dern nicht in der Gewalt der armen Mädgen stehen und bey welchen alle Vorschläge vergeblich sind. Was kan ein Mädgen dafür wenn die Natur so gar stiefmütterlich mit ihr umgegangen, oder ein Unfall alle Reitzungen so sehr entzogen hat daß man eS einer MannS-Person nicht mit gutem Ge­wissen zumuthen kan, sie zu seiner Frau zu erwählen? Was kan sie dafür, daß das Glück sie nicht mit so vielem Vermögen beschenkt hat, um ein jedes Fleckgen oder Unrichtigkeit in der Gestalt nicht mit Golds zu

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