WWW wöchentlich- gmeillnWge KlUlgcn Mö Nachrichten Vierzehendes Stuck.
Dienstags den 7teri April. |i?^7»
MitHochfürstl. Hessen- Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis.
Wir theilen unfern Lesern folgenden Brief, so wie wir ihn erhalten haben, ohne die geringste Veränderung mit. Er kommt von einem Frauenzimmer, dem unsre Leser einige Fehler in der Sprache und der Orthographie nicht gar sehr übel nehmen werden. Einem so vernünftigen Frauen- zimmer wird man poch dergleichen Fehler leicht verzeihen können.
Meine Herrenk
b?ch schätze meine Freunde und Freundinnen bis zur Ausschweifung hoch; hingegen müssen sie mir auch gar oft mutbwillige Streiche V^D verzeihen, die ich Ihnen spiele, wenn ich aufgeräumt bin. So habe ich einmahl die geheimnißvolle Willbelmine in Den zärtlichsten Kummer versetzt und Sie endlich noch zuletzt genöthigt mir statt einem Geheimnis zwey anzuvertrauen. Willhelmine hatte lange das Portrait ihres zärtlichen Freundes, und weder die Welt noch ich sollten wissen, daß sie liebte: das verdroß mich: ein glücklicher Zufall brachte das Bild in meine Gewalt und ich behielte es einige Tage; Willhelmine war wie leicht zu erachten, unruhig, zerstreut und oft zitterte Die zurückgehaltene Tbräne in ihrem Auge. So muthwlllig als ich vorher war, so gerührt und entzückt wurde ich dey den schönen Beweisen der zärtlichsten Bekümmerniß: Willbel-
O Mine


