«4s Giesisthe wöchentlich- gemernnZtzige Anzeigen
Am 2i. April beging die medicinisch-physicalische Gesellschaft achter das hohe Gebmsfest unsers Durchlauchtigste» Fürsten feierlichst; dte dazu erbetene vornehme Gaste wurden unter Trompeten und Paucken Schall von einigen Mitgliedern obgedachter Gesellschaft empfangen, nach deren Zusammenkunft hielte Herr Bergrach und Prof. Baumer nach vorherge- gangen er Cantate und JnstrumentalMusik eine lateinische Rede, wormnea er die Geschichte der Hessischen Bergwercke und Mineralien abhandclte und selbige mit den eifrigsten Wünschen vor das fortdauernde Wohl unseres Durchlauchtigsten Landes-Herrn, des Hochfürstlichen Hauses unogesamten Landes, beschlösse. Hierauf ließ sich abermahis eine angenehme Musik hören, nach deren Endigung, die sämtliche angesehenen Gäste von vorgenanter Gesellschaft mit einem wolgeordneten Soupee bewürbet wurden; alle und jede vornehme Anwesende, freueten sich über das Wohl ihres Durchlauchtigsten Landes-Fürsten, Höchst dessen, und andere hohe Gesundheiten wurden unter Trompeten und Pauckenschali ausgebracht, biß endlich die gesamte vornehme Gäste vergnügt auseinander gingen.
Sinngedichte.
Der starke Geist.
Ich bin ein starcker Geist! ja, du hast Recht, Am int! Das ist ein Ruhm, den dir kein Zweifler rauben kann. Denn heut zu Tag weiß es ja jedermann, Daß grosse Narren starke Geister sind.
Die Zweifler.
Des Cartes sprach: die Wahrheit wahr zu finden, Lernt zweifeln und die Zweifel überwinden.
Mops folget diesem Rath, wie er sich träumt, getreu: Er zweifelt, ob ein GOtt, ob eine Vorsicht sey, Er zweifelt an dem. Werth der ewig theuren Lehren, Die uns im Elend Trost, im Tode Muth gewähren, An allem zweifelt er, an Wahrheit, Recht und Pflicht, Doch nur an seiner Weisheit nicht.
Aver-


