Mesflsche wöchentlich- ge^cAWge Mclgen
iii6 Nachrichten
Acht und Vierzigstes Stück.
Dienstags dm iten December. »767»
MitHochfürstl.Hessen-Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis.
AF ch habe im letzten Blatte meinen Lesern eine Fortsetzung von den Un- terredungen versprochen? welche in der Gesellschaft, worinn ich mich
Isl*5 jüngsthin befand, sehr viel Vergnügen erweckten. Da man mich versichert hat, daß sie von vielen nicht ganz ungern seyen gelesen worden r so will ich auch schon heute mein Versprechen erfüllen. .
Unser Gespräch lenkte sich auf die Proteste und auf die bekannte Ehr- . lichkeit mancher Advocaten. Dies gab zu folgenden Erzählungen Anlaß. Ein Bauer, der einen Proceß hatte, plagte seinen Advocaten , daß er doch die Sache betreiben möchtee Der Advocat aber, der von seinem Bauer noch durch keine gangbare Münzen war in Bewegung gesetzt worden, sagte immer zu seinem Clienten: Mein Freund, eure Sache ist sover- worren und dunkel, daß ich noch zur Zeit gar nichts darinne sehe. - Der * Bauer verstand endlich, was sein Advocat damit sagen wollte. Er zog Deswegen zween ganze Thaler aus der Tasche und gab sie demselben mit den Worten: Hier/ Herr Adv-cat/ hier sind ein paar Gläser zu einer Brille. . . ~
Ein andrer Bauer gieng zu einem Advocaten, um ihn m einer Sache um Rach zu fragen. Er hielt den Geldbeutel in der Hand und schien nur zu begehren, daß der Advocat ihm Recht geben sollte. Der ehrliche
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