118 Giesische wöchentlich - gemeinnützige Anzeigen

Charmoleas. Charmoleas aus Megara, in welchen sich alles Frauenzimmer verliebte/ und dem ein Kuß mit zwölfhundert Thalern be- -ahlt worden ist.

Merkur. Lege nur hier die Schönheit ab und die Lippen mit den Küssen - auch das lange »Haar und die rothen Wangen/ ja / die ganze Haut. - So ists gut/ nun bist du reisefertig/ nun tritt herein. - Wer bist du denn aber da / im Purperkleide/ mit der Krone und mitdemfurchc- baren Gesichte?

Lampichus. LampichuS/ Fürst von Gela. (*)

Merkur. Je warum kommst du denn so sehr beladen hier an?

Lampichus. Wie? Soll denn ein Fürst nackend und blos kom­men?

Merkur. Ein Fürst nicht / aber ein Todter. Lege nur alles ab.

Lampichus- Siehe, hier liegt der Reichthum.

, Merkur. Wirf auch den Stolz weg und den Hochmuth; denn vamrt würde der Kahn sehr beschweret werden.

Lampichus. Ich werfe es weg; aber laß mir doch nur die Krone und den Mantel.

Merkur.' Durchaus nicht/ beydeS muß herunter.

Lampichus- ES sey denn. Was befielst du weiter? ich habe/ wie du siehst, alles abgelegt.

Merkur. Lege auch die Grausamkeit/ den Unsinn, die Zügellosig­keit/ den Zorn, und dergleichen Dinge ab.

Lampichus. Siehe nun bin ich ganz bloS. ,

Merkur. So tritt denn herein. - Du aber/ du dicker/ unter­setzter, wohlbeleibter, wer bist du?

Damastas. Der Kayser DamasiaS.

Merkur. Dem siehst du gleich. Ich kenne dich, ich habe dich Vst auf dem Kampfplatz gesehen.

Damastas.. -0 ja, Merkur, laß mich einsteigen, weil ich na­ckend bin.

Merkur. Du nackend? und bist mit so vielem Fleische bekleidetl lege es ab , denn sonst wird der Kahn sinken, wenn du nur mit einem Fuße hereintrittst. - Aber wirs auch die Siegeskränze weg, und die er, haltenen Lobspruche.

O Eine Stadr irr Sicilien.

Damos