z54 Meststhe wöchentlich ♦ gemeinnützige Anzeigen
Man sähet die Eicheln, mit einem drittel Haselnüsse gemischt, hienein und äget sie unter, den Platz aber heget man.
Die Haseln welche mit den Eichen zugleich, aber geschwinder aufwachsen, geben diesen in den ersten Jahren Schutz, so wohl wider Hitze als harte Witterung; hiernächst aber dienen sie dazu, daß die Eichenpflanzen gerade wachsen, und daß die untersten Zweige nach und nach verwesen; daher es keiner anderweitigen Tilgung oder Verharrung der Zweige bedarf.
In dem nächst folgenden Jahre stehet man wenig Eichelpflanzen, nach vier oder fünff Jahren aber sind eine Menge da.
Wenn sie die Höhe einer Elen erreicht haben mustert man vieles aus, und reist sie entweder mit der Wurzel aus oder hauet sie auch dichte an der Erde weg; doch so, daß sie nicht weitläustig zu stehen kommen, welches ihren geraden Wuchs hindert.
Man löst die Haseln inzwischen mit den Eicheipflanzen wachsen, stehet aber dahin daß sie nicht zu dichte stehen, sondern mustert einige aus, welches in den ersten Jahren, am reichsten durch das Auöreiffen mit der Wurzel geschieht.
Wenn die Eichen die Höhe von io bis 12 Ellen erreicht, nimmt man eine' anderweitige Aushauung vor, worauf die Bäume ihre Kronen setzen. Nachher hat man Gelegenheit die Haseln, ehe die Eichen ihre Stärke erhalten verschiedenemal auszuhauen.
Während der Zeit des Wachsens, hat man nach den jungen Schößlingen, welche nicht selten zwischen zwey Hauptästen ausschlagen, zu sehen und sie wegzuschneiden, weil sonst, wenn die Schößlinge in der Folge aus Mangel des Nahrungs-Saftes vertrocknen, sich eine Narbe setzet die bis aufs Marck gehet, und den Stamm in kurzer Zeit hohl machet.
Auf diese Weise kann man mit mäßiger Mühe für die künftigen Zeiten, zum bauen, und anderm Gebrauche grose Plantagen von guten Eichwäldern anlegen. Es ist nicht ohne, daß die Weitläufftigkeit der He- gung, welche dergleichen Plantagen erforden viele Schwierigkeit verursachet; aber man findet wohl auch Erleichterungen hierbei) und kann auch Inseln dazu wählen die keiner Bewahrung bedürfen. Sonst stehet man wohl auch, daß es wegen Schonung des Holtzes sich der .Müh^ verlohne, diese Plätze mit aufgeworfenen Erdwallen einzufaffen, oder auch einige Zeit vorher Hagedorn - Hecken herumzupflanzen welche man nachher nebst den Plantagen erweitern kann.
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