146 Giesischt wöchentlich» A«;«kgm

werden? Soll ich Sidney« Güte mißbrauchen? Es wär« undankbar- neu« Proben davon zu verlangen. -

Dis letzte sprach er so laut aus, daß Sidney, der, ohne daß er daran dachte, bey >hm war, es verstehen tonte. Nein, sagte dieser m ihm, und umarmte ihn unvermuthek; Sie müssen nicht fürchten, meine Freundschaft zu ermüden; ich habe es Ihnen zu verdanken, daß ich sie habe beweisen können.

Sie kamen zu Paris an. Silli eilte von Liebe beflügelt, nach 3u« liens -Sause. Alan sagte ihm , daß ihr Vater gestorben sey, daß ihr« . Glücksumstande eine schreckliche Veränderung erlitten hätten, und daß Julie mit ihrer Mutter an einen unbetonten Otte vor sich und verborgen lebte. Er fragt weiter nach, und entdeckt ihren Aufenthalt. Was sah« er da! Seme geliebte Julreiim Elende, und bey schlechter Arbeit, womit sie sich kümmerlich nährte. Ach, meine Julie, tiefer, und siel zn ihren Füssen nieder. Sie that ein Geschrey, und sant ohnmächtig in ihrer Mut­ter Atme, die selbst vor Erstaunen äusser sich war. Sind sie es? tagt« die Mutter zu ihm; Sie sehen uns in einem ganz andern Zustande.

Der Beschluß folgt nächstens.

Unser heutiges Blatt wollen mir mit folgendem Briefe beschliefen, der UNS gestern ist zugeschickt worden. w 1 *

Meine Herrn!

Die Verbesserung der Musick in unsrer Stadt ist immer einer von niet', ne» Lieblings Wünschen gewesen, weil sie nicht allein überhaupt sanfte Em. pfindungen in dem Gemüthe desMenschen erweckt, sondern auch bev dem Gottesdienste gebraucht wird, unsre Seele zu einer desto grösern Andaebe vorzubereiten und den Gottesdienst selbst desto feyerlicher zu machen. Des­wegen L es keine geringe Freude für mich, daß ich nunmehr» die Etfülluna dieses Wunsches nicht gar weit mehr entfernt sehe, indem eine sehr gross Gesellschaft von liebhabetn der Musick alle Samstage auf dem hiesigen Jathhaus erscheint und sich alle Mühe giebt, diesen Theil der schön n Wissenschaften auch unter uns beliebter und allgemeiner zu machen habe diese Gesellschaft den verwichenen Sommer hindurch sehr oft behebt, weil ick em ganz besonderer Liebhaber und vielleicht auch ein Kenner der Musick bin. Sie werden mir also glauben, meine Herrn, wenn ich <%nen tage, paß sich der, Geschmack in der Musick zusehends bey Vieser Gesellschaft

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