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wöchentlich-
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Vier und Vierzigstes Stück.
Dienstags den 4teti tlovcmbr. 1766.
' ' MitSochsürffl. Hessen-Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis.
Seltenheit des HausGottesdienstes unter meinen Mitbürgern ist £zTJ unstreitig ein eben fo starker als trauriger Beweis: daß die Reu« öS? qion sehr wenig bei) uns gilt, und daß man sich sehr wenig bestrebt, GOtt auf eine würdige und ihm gefällige Art zu dienen und ihm seine tiefe Ehrerbietung: seine aufrichtige Dankbarkeit, seine herzliche ^>ebe zu erkennen m neben O wenn meine Lands Leute wußten wie viel Seegen über daraus kommt, worin» Brüder einmüthig bey einander wohnen, worin» man mit vereinigten Gebeten den HErrn lobt, worin» einer den andern an EKrfurcht gegen GL)tt und an Eifer, ihm zu gefallen, zu übertreffen sucht, worin einer den ander» durch sein B-yspi-l zu Lob - >md DankGesangm aufmuntert; wenn sie wüßten, daß nur auf denen der Seegen des Herrn ruk-t> di- ihn nicht blos in der Kirche, sondern auch m ihren Hausern Berebten, die sich mit gemeinschaftlichen Kräften bemühen, ,hn zu verherrlichen und sich immer geschickter zur Erfüllung ihrer Pflichten zu machen; wenn si- wüßten, wie viele geseegnete Wirkungen, wie viele seelige Em- stüffe in unser zeitliches und ewiges Wohl der Hausgottesdi-nst mit sich führte; sie würden ihn gewis keinen Tag versäumen.
^<ch will heute meine Leser mit einer Nachricht von einem Manne unterhalten, der die Glückseeligkcit, wozu uns der Hausgottesdienst erheben kann, in einem recht hohen Grade empfunden h«t. Diese Nachricht
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