s7S Giesifche wöchentlich gemeinnützige Anzeigen z Berge. -

Das ganze Oberamt ist durchgehends ein ebenes und überall offene- Land. Gebirge sind gar nicht vorhanden; und von Bergen verdienen pur wenige angemerkt zu werden. Diese sind Oder Lollarer-Lops> 2) der Staufenberg/ r) der Schiffenberg/ und fürnemlich 4) der Dinsberg, den die anliegende Bauern den Döngesberg nennen, und der, nach aller Warscheinlichkeit, der ehemals sehr berühmt-gewesene Taunus--Berg ist. Anhöhen giebt es im ganzen Oberamt genug, welche der Aussicht die Entsernung benehmen.

4. Waldungen.

Waldungen sind zwar hin und wieder vorhanden. Und da sie, bis auf einige TannenWäldger, blos aus Buchen- und Eichen-Holz bestehen, so hat man zwar sehr gutes Brenn- und Bau- Holz. Aber es ist, für die Vielheit der Einwohner, zu wenig; daher, aus den benachbarten Caffe- tischen , Darmstädtischen, und NaffauWeilburgischen Aemtern, Jahr aus Jahr ein, vieles Holz eingefahren wird, welches in zukunft desto häufiger wird geschehen müssen, da der letztere Engländisch-Französische Krieg die meisten Waldungen lichte gemacht, und etliche ganz und gar verdorben hat. Jedoch könte einer zukünftigen grösern Holztheurung leicht vorgebo­gen werden, wenn man sich die Mühe geben wolte, an allen Gräben und sonstigen feuchten Gegenden allerlei) weiches/ und an den Landstrasen und in den sonstigen harten oder drockenen Grundboden'allerley hartes Holz zu pflanzen, und mehrere Striche von lichten Waldungen in die Hege zu legen.

Die Fortsetzung folgt nächstens.

Academifche Nachricht.

Am rrten August bestieg Herr Jacobus Theodorus Francis^ cus Rambach, illuftns Paedagogii Gjifleni Collega, unter dem Vorsitz des hiesigen berühmten Herrn Professoris Andreu Boebmii, daS Catheder, um die Würde eines Magiflri Philofophiae zu erlangen. Die Diflertation, die der Herr Magister zu dem Ende ausgeftrtigt hatte, und deren Inhalt wir noch besonders anzeigen wollen, handelt: de fomno vigilantium.

An 2z. Aug. wurde dem Herrn Philipp Melchior Sieber, illuüri» Paedagogii Giffenfis Collegae^ der schon vor längstens pro gräduMagiftri mit Beyfal! disputirt hat, und dem gedachten Herrn Rambach/ die höch­ste Würde in der Weltweisheit ertheilet.

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