Ausgabe 
22.10.1765
 
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,;rt ejttdttb« ifl es mckt, daß jedes Thier in der Paarung gerade die Stel­lung und Bewegung annimmt, welche zur gewissen 3ortpflan$ung eme5 Gesckleckts die bequemste ift? Welch eine Mannigfaltigkeit weiser Absich tenrudem arosen Endzwecke, die Geschlechter der Lebendigen zu verewigen. Wer darf einen blinden Zufall zur Quelle der klügsten Handlungen machen. Wer muß nicht den ersten Grund aller zur Fortpflanzung nöthlgen ^ricbe

Fertigkeiten bey den Thieren in einem höchst vollkomnmen Verstände und Willen suchen? Nur dieser konte in dem weitlauftigen Reiche t>er U)ie* te e;ne Einrichtung maä-en, daß einige von ihnen m einem solchen vollkommnen Zustande gebohren werden, daß ihre Eltern sich um ihre Er- baltuna und Erziehung nicht bekümmern dürfen; andre hingegen zwar nicht M selbst helfen können;, aber auch solche Eltern habm, welche sich ihrer mit der bewundernswürdigsten Sorgfalt und ^reue annehmen bis sie ihre Hülfe nicht mehr brauchen. Wie fleisig und Xdf'rh fnffi>rn nicht diese ihre jungen! Sie scheuen keine Mühe und Ge­fahr zu ihrer Sicherheit und Vertheidigung. Die furchtsamsten Threre, welche sonst vor Menschen und andern Thieren fliehen, w^ersetzen sich ch- een Feinden, und wagm sich um ihrer Jungen willen m die gröste Gefahr. Sie suchen sie an Oerter zu tragen, wo sie ungestört und m Ruhe auf- wachsen können. Sie schmeicheln ihnen und rufen sie Mit einem liebreichen Glucken, um sie zu füttern. Sie legen ihnen ihre Speise vor, zertheilen si-' w°nn stt ihn-n zu gros ist, lehren st- ihr- Nahrung finden unD auf. nehmen; fie fdugen, wärmen und fuhren sie, bis sie sied selbst versorgen (innen. Woher haben sie diese Triebe? Wer hak sie so fertig gemacht, sti .» befriedigen, als der unendliche Verstand ihres Schöpfers?

Was wir auch in dem Reiche der Thiere bewundern, beweist das Dafevn eines Wesens, welches di- Schatze aller Erkenntnis und Weisheit ff Wer batte äusser ihm diese weite Welt mit so vielen Lebendigen ton\inenclid) verschiedenen Arten erfüllen, und sie mit dem, was ihneri zuni Leben und Woblsevn nökhig seyn kann, versorgen; wer halte auser ihm s» v-le nach ihrem verschiedenen Geschmaeke ernähren, allen so bequeme Be« k e dung-n, Behausungen, Waffen und Rüstungen, allen so viel Witz und List, so viel mancherley Triebe und Künste, der bkngeniachlichkeit des Wetters zu widerstehen, sich vor feindlichen Anfällen ^schütz« , sich »nd ihr ganzes Geschlecht zu erhalten, anerichaffen ; w^batteansrihin,nnker so verschiedenen Geschlechtern und Gattungen der Thiere das Gleichgewicht erhallen können? Wer wär- auser ihm vermögend gewesen, ein-m ed n