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recht sehr erfahrner Mann liefe sich, von einer allzugrofen Neigung zu dergleichen WörterHerleitungen, so weit verleiten, daß er das teutscheWort: weyland von dem lateinischen Wort: Olim herleitete. Er fteuete sich über diese Erfindung und entdeckte sie einem guten Freunde. Dieser, der . ein sehr munterer Kopf war, (und noch ist,) freuere sich mit ihm, aber, tun ihm das lächerliche, das mit einer so verwegenen ^erleifung verknüpfet ist, mit lebhaften Farben abzumahlen, erzählcte er ihm dargcgrn, daß das Wort Jagen, von dem Name» LTsebucadnezar herkomme, und führte die Abstammung sehr sinnreich aus.
Ich will mich also der Gefahr, so sinnreich ausgelacht zu werden, nicht aussetzen. Es kann seyn, daß der Catt in einen Hessen verwandelt worden ist; es kann auch nicht seyn. Man muß es ans seinem Wehrt und Unwehrt so lange beruhen lassen, bis der Ursprung der Hessen vorhers ins sichere gesetzt worden seyn wird. Indessen ist es freilich glaubliche, daß die Hessen, wo nicht ganz und gar, doch wenigstens gröstentheils, von den alten Latten abstammen. Denn wenn man behaupten wolte, die Hessen seyen ein ganz neues Volk, so müßte man zugleich beweisen, daß das Land der Catterr , entweder durch derselben freiwillige ober gezwungene HinwegZichung, oder durch deren gänzliche Ausrottung/ leer geworden seye. Nun will in neueren Zeiten, insonderheit in den Westfälischen und Niedersächsischen Gegenden, fast die Meinung herrschend werden, als ob zu Ende des vierten Jahrhunderts, zwei Wandalische Völker, hie Ambvi und Afft oder Hafft, über die Weser gegangen und sich , diffeits derselben, wo vorher ein Theil der Cherusker gewöhnet, (Siehe oben S-z^r.) niedergelassen hätten; die Ambvi hätten ihre Wohnung an der Emmer genommen, wo, vor den Cheruskern, die Ambrones ihre Sitze hatten, die Aflitävt, oder Haffl, seyen etwas weiter, nach Westphalen zu, vorgerückt. Nun bin ich zwar von der Warheit dieser Meinung noch nicht überzeugt, weil ich noch nirgends unumstösliche Beweisthümer dabei ange- troffen habe. Allein ich bin nicht sehr abgeneigt, sie vor eine grose Wahrscheinlichkeit zu halten. Denn in obbesagten Gegenden berufet man sich nicht nur auf die alte mündliche Ulberlieferung, sondern auch auf verschiedene in den historischen Schriften hin und wieder zerstreuet^ Spuren. Und wenn ich in der heutigen Geographie nachsuche, so finde ich , in jenen Gegenden, ungemein viele Namen, die mit dem HesscnNamen grose Verwandschafft haben.
i) Nahe bei Hameln, hinter dem Pasivcrg, ist ein Vejn k, welcher r, D s die


