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aus der Lahn drey Aerme geführet, zween diffeits, der dritte jenseits des Stroms. Der erste hat seinen Ausgang aus der Lahn / gleich über der Schlag-Mühle. Er flieset, unter der Mühlen-Schanze her, durch den Wall-Graben, in die Stadt Giessen, und, bey der Gorgen-- ' Schanze, aus der Stadt wieder heraus, und fällt, drey hundett Schritt vor der Schneid-Mühle, in die Siech-Bach. Der andere gehet, kurz vor der L7eu-Mühl, aus der Lahn, treibet diese Mühle, und vereiniget sich wieder mit dem Strom, drey hundert Schritt weit, unter der Mühle. Der dritte hat seinen Ausgang aus der Lahn hundert Schritt
über dem obersten Wehr, treibet die Loh-Mühl und die Pulver--Mühl, und vereinigt sich wieder, mit dem Strom, in der Weitung eines Flintenschusses, unter der Pulver-Mühle.
Quell-Wasser hat man aller Orten. Nur die Stadt Gresien ist ss unglücklich, kein lebendiges Wasser in ihren Ring-Mauern zu haben.
6. Fische und Lrebse.
In den vorhin beschriebenen Wassern werden allerley Fische gefangen. Die Lahn führet Karpfen / B^araurzen, Hechte, Aalen/ Aalruppen, Persinge, Barmen, Schleien, u. s. w. ja manchmahl fanget man so gar einen Lax oder Salm, so aber in neueren Zeiten, da auf der Lahn zu viele Wehre erbauet worden sind, sehr selten geschiehet. Die Aalen aber sind so häufig vorhanden, daß man das Pfund um io. kr. erkaufet. Um io. kreutzer kaufet man ein Pfund Hechte,oder Karpfen, deren letztere, weil sie sich eben nicht häufig fangen lassen, aus den Herr- jchafftlichen Weiern zu Merlau /.hierher gebracht, und in Fisch-Kasten allzeit vorräthig gehalten werden. Die Anneroder-Bach, die Lichen bach und die Biber führen Gründeln in Menge, wie denn auch in der Biber jederzeit Forellen zu haben sind. Lrebft giebt es in allen Bächen und Flüssen, und selbst in der Lahn, genug.
7. Fischerey.
Die Fischerey ist überall Herrschafftlich. Auf der Biber aber gehöret ein Theil des Flusses zur Rodheimer Schmitt, ein anderer Theil gehöret denen Herren von Westerfeld; und ein Strich in der Lumde bey Mainzlar und Daubringen, ist verschiedenen adelichen Familien, gemeinschafftlich.
8. wildbräk. (wildpret.)
Hohes wildbrät hält sich, in den lichten Waldungen des Ober- Amts Giessen/ nicht auf. Dann und wann verlaufet sich etwa ein Stück
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