348 Gresisthe w§chstttlrch - gemsiemS^Lge Anzeigen
Dichter dazu ermuntern will, so thut er es durch die Vorstellung des Glücks, und durch die Empfindungen der Freude, die wir bey einem reinen Gewissen haben. Wie standhaft kan er nicht bey allen Vorfällen lei- - nes Lebens sagen :
Was kan im Glück
Den Werth des Glücks erhöhen?
Ein ruhig Herz versüßt im Wohlergehen
Dir jeden frohen Augenblick.
Was kan im Schmerz
Den Schmerz der Leiden stillen;
Im schwersten Kreuz mit Freuden dich erfüllen?
Ein in dem HErrn zufriednes Herz.
Was gibt dir Muth,
Die Güter zu verachten,
Wonach mit Angst die nieder» Seelen schmachten?
Ein ruhig Herz, dies größre Gut.
Was ist der Spott,
D'n ein Gerechter leidet?
Sein wahrer RuhmDenn wer das Böse meidet,
Das Gute thut, hat Ruhm bey GOtt.
Im Herzen rein,
Hinauf gen Himmel schauen,
Und sagen: GOtt, du GL)tt, bist mein Vertrauen!
Welch Glück, o Mensch, kan gröser seyn.
Sieh, alles weicht,
Bald wirst du sterben müssen.
Was wird alsdenn dir deinen Tod versüssen?
Ein gut Gewissen macht ihn leicht.
Heil dir, o Christ,
Der diese Ruh empfindet,
Und der sein Glück auf das Bewußtseyn gründet,
Daß nichts verdammlichs an ihm ist l
Laß


