und Nachrichten.

th'efe in etrev dialogischen Form die wahre Quelle der Glückseligkeit beftim* MN. An ersten Gesang sucht der Hochmmhige zu heweisen , daß die Ehre der Grundstein sey, auf welchen das Gebäude der Glückieligkeit auf* geführt werd n müsse. Der Werse hingegen bestreitet seine Gründe, und erweist die Nichrigkeic der Ehre. Am zweyten Gesang mahlt der Werse die Dergünglichkeie des Reichehums wider den Geizhals; im dr-itten die Eitelkeit der Wollust- wider den Wollüstigen/ und beweist, daß Reichthum und Wollust eben sowohl als die Ehre nur eine falichr G ückseligkeit gewähren. Im vierten Gesang ti rtten die genannte vier Per* sonen zusammen auf. Der Weise hebt verschiedene Cinwürft des Hoch* müthigen, Wollüjtigen und Geizigen, und thut aus tüchtigen Gründen dar, daß die wahre Glückseligkeit der Menschen keine sndcre Quelle habe, als eine weise Tugend. Man erkennt an diesem Plan den philosophüchm Geist des Herrn Verfassers, den man schon vor dem in verschiedenen Schrif- ten von ihm mit Vergnügen w«hrgenommen bat. Er unterscheidet sich in den Gedanken sowohl, als in dem Mechanischen seiner Poesie von vielen Dichtern. Er scheint sich besonders den Herrn von Haller zum Muster gewählt zu haben, und die Leser dieses merkwürdigen Gedichts werden eine Menge Hallerischer Gedanken und Züge mit vielem Vergnügen darum entdecken. Das Werk ist sich allenthalben vollkommen gleich. Wir würden daher in unsrer Wahl nicht einig werden, wenn wir unfern Lesern Vorzügliche Stellen zur Probe vorlegen wollten. So viel können wir ver* sichern, daß dieses Gedicht wegen der seltnen Eigenschaften, die es besitzt, besonders wegen des reinen Reims , der darinnen durchgängig herrscht Vie Aufmerksamkeit allen Liebhabern der Poesie verdiene: und cs wird je­dem sorgfältigen Leser eine Veranlassung zu vielen angenehmen und wrchtr* gen Betrachtungen werden.

Beschluss der Gronlättdijcherr Geschichten des Herrn Egcde.

Von der aussern Höflichkeit wissen die Grönländer nichts; Sie chd aber dennoch ungemein gastfrey. Sobald ein Fremder in ein Haus getretten ist, fordert man ihm seine Kleider ab, um sie trocknen zu lassen. Er fordert niemal zu essen, und wenn er noch so hungrig scyn sollte. Bekommt er zu essen , so ißt er sogleich nicht, um nicht gierig ge- nemst zu werden. Alle Leute in dem Haus müssen sich Abends, ehe der

Y 2 . Fremde