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Aung se-ner Rechte vor Augen haben. Er muß die Regierungsform, die Macht feines Volkes, das Clima und Terrein des Landes/ die Religion, die Srtten, die Anzahl der Einwohner, den Zustand der Commerzien, und den Gebrauch der Münzen in Betrachtung ziehen. Wenn er mit diesen Einsichten bereichert das wichtige Werk, neue Gesetze vorzuschreiben unternimmt, und unter keiner andern Bedingung, wird er diejenigen Vortheile erreichen, welche durch billige und positive Gesetze zu erreichen möglich sind. H.
Folgendes ist auf Verlangen eingerückt worden.
Adenbach/ Grund Breidenbachs den 21 tert May x 7^4.
Am vorigen Montag als den 14. May wurde zur Erbauung der neuen Kirche aUbier, durch Legung des Grundsteins, der Anfang gemacht. Der Fürstliche Amtmann Herr Heß von Blankenstein, die beyde hiesige Herrn Geistliche, wie auch einige benachbarte Herrn Pfarrer, und eine grose Menge Volkes fände sich dabey ein, und es wurden folgende Feyer- lichkeiten beobachtet:
i) Als man sich auf den neuen bestimmten KirchenPlatz, auf welchem vorhero ein Backhaus gestanden, versammlet hatte, wurde das Lied gesungen: ^ommt ihr traurigen Gemüther rc.
r) Hielte der Herr Pastor Primarius Happel eine Rede. Er stellte darinn das widrige Schicksal vor, so vor 3 Jahren, nemlich 1761. den rstell April den Orr Achenbach leider betroffen, da durch eine heftige Feuersbrunst die mehresten Wohnhäuser und übrige Gebäude im Rauch aufgegangen, die Kirche in einen Steinhaufen verwandelt, die Glocken zerschmolzen, die Uhr und alle Kr'rchengeräthe von der Flamme verderbet und verzehret worden.
Und nachdem er dieses Unglück umständlich angefuhret, und den Tag dieser Feuersbrunst als einen Tag des Unglücks und des Jammers mit lebendigen Farben abgeschildert, und auch die Einwohner Achenbachs, sowohl Die Brandbeschädigte, als auch Die übrigen, ihrer Wichten, besonders auch Der Pflicht Der Dankbarkeit nachdrücklich erinnert, und mglei- chem selbst ein öffentliches Zeugnis der Dankbarkeit abgeleget hatte, zeigte er endlich Den eigentlichen Endzweck seiner Rede an, in diesen Worten; „ Der Bau, der neue Kirchenbau, welcher bishero aus verschiedenen wich- „ tigen Ursachen hat verschoben werden müssen, soll nun heute durch Le- ff gung des Grundsteins in GOttts Nahmen angefangen werden, nemlich
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