Ausgabe 
24.7.1764
 
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und Nachrichten. Mf

aenommen habet, so leget sie reiben weise dicht aneinander, nur muffen sie so geleget werden, daß zwey Schuhe Raum zwischen ihnen wiD dem den übrig bleibt. Machet unter dieses Holz ein Feuer von Hobelspannen, Stroh oder sonst dünnem Gesträuch, womit man

Seiten brennen und räuchern kann; und Zwar so lange bis es une dünne sfhwarre Rinde bekommet. Durch dieses Mittel wird der Säst ausgezo» W das Holz so bitter gMacht, daß Die Wmmer, welche bisher Dad BuchenHolz zum bauen unbrauchbar gemacht, daselbst zu bjeiben ober ihre Wohnung in selbigem zu suchen, keine Nahrung und Lust mehr finden werden.

Was vor ein vortreffliches Oel aus den Bucheckern kau gepreßt wer. den ist bekannt. Allein es ganz frisch zu gebrauchen, bekommt ev van Magen nicht, deswegen muffet ihr solches in steinern wohlverwahrte Kru» äe aussen, uud ein ganzes Jahr unter der Erve stehen lasten, so verlieret es alles was der Gesundheit nachtheiliges darin ist. Wie es sonst m \)W'- aen Gegenden zubereitet wird ist nicht unbekannt.

Die Schweine, welche von Bucheckern gemästet werden , haben einen weichen Speck, welcher gern einen thranigen Geschmack «mimt, solches aker JU rnbüten, darf man den Schweinen nur etwas gekochte Bohnen omr Erbsen dabey zu fressen geben , durch welches Mittel der Sveck und das Fleisch härter und folglich besser wird Alles Federvieh, bckondas die WelschenHüner/ werden trefflich fett und wohlschmeckend von Bucheck^'n. Die alten Römer pflegten die KrametsVögel damit zu masten, jn ocUanb werden die Blatter von den Buchbaumen gelammelt, ehr der Frost einfält getrocknet und Unferbetter davon gemacht, welche besser fmu vor

Gesundheit als die von Stroh. Wie sehr das Buchen^^olz dey den Alten in dem Gebrauch war, lehret uns Virgil, dessen Verse asso auf deutsch übersetzt worden:

Dieß war die beste Zeit der Welt, da man in frey vergnügtem Stande Zufriedenheit und Uiberfluß in niedrig stillen Hütten fände, Was man da sah war sauber, rein, doch frey von eitlem Prunck und Stolze

.Tisch, Teller, Bette, Schüssel, ©tubte, das alles war von Buchen Gg 3