Ausgabe 
24.7.1764
 
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2I4 Mefische wöchemlr'ch«- genieinnützige Attzeigett Zortftzuttg Aplegung der Buchwälder.

Die andere Art Buchwälder anzulegen, geschiehst, wenn man die jungen Buchen in dem dritten Jahr ihres Alters versetzet. Das Feld welches dazu bestimmt ist, muß eben so wie bey dem stecken geackert und bearbeitet werden. Die jungen Buchen feilen alsdenn in dem späten gerbst; wann kein Saft mehr in selbigen ist, oder in dem FrühJahr ehe der Saft wieder hinein kommt, reihenweise mit aller Sorgfalt, auf das Feld zum allerwenigsten zehen bis zwölff Schuhe von einander gepflanzet werden. In dem ausrupffen und versetzen müssen die Wurzeln der jungen Buchen wohl in acht genommen werden. Vor dem Einsehen werden an den jungen Bäumen die Nebenzweigen alle abgeschnitten, und wird denselben weiter nichts gelassen als oben ihre Krone, es fty dann daß die Buchen schon etwas starck waren, und die Wurtzeln hätten in dem Herausrupffen Schaden gelitten, alsdenn muß man ebenfals ihre Krone in etwas beschnei­den. Dann hierin bestehet bey dieser Arbeit der gröste Vortheil, daß ei­nem Baum oben nicht mehr Holz gelassen wird, als die Wurtzel ertragen kann. Diejenige BuchBaume, welche man zu BauHolz 'dermaleins brauchen will, sollen vor allen Dingen gesund und wohlgewachsen seyn. Irr dem dritten oder vierten Jahr nach dem versetzen, wann die Bäume nemlich ibre volle Krone haben, werden ihnen alle Nebemweige in dem Frühjahr weggeschnitten, damit die Stämme einen desto bessern Trieb Ha­den, und eher zu ihrer Vollkommenheit gelangen können. Es giebt Fälle, als wenn f'ie zum Zierath gezogen werden , daß man die jungen Buche an Pfähle binden muß, welche sie nicht nur gegen die Sturmwinde bewahren, sondern auch zu dem Ende, damit sie gerader wachsen. Als­dann lehret die Erfährung, daß man den Bäumen, die aus schattigen Waldungen an freye Oerter, und also den Sonnenstrahlen von allen Sei- .ten ausgesetzt sind, die Pfähle an die MttagsSeite setzen muß, weilen ihnen die Sonnenstrahlen von dieser Gegend sehr schädlich sind.

Was den Nutzen der Buchen betrifft, so hat man bisher das Holz davon nur zum brennen gebraucht. allein seit einiger Zeit haben die scharf­sinnige Engelläl.der eine Art wie dasselbe zum bauen kann gebraucht wer­den/ bekannt gemacht welche wir hier ebenfals mittheilcn wollen.

Fället den Baum wenn er in vollem Safte stehet, lasset sogleich Bal­ken zimmern oder Dielen davon sägen, wie es eure Absichten erfordern; thut solche sechs Wochen in das Wasser. Nachdem ihr sie wieder Heraus­genom-