*64 Giesische wöchentlich gemcmnütztzc Anzeigen wenn er weiß, daß sie sie gewiß nicht mit Vorsatz begangen haben. Anstatt, daß die meisten Vatter Ckmenerr nicht mehr für ihr Kind würden angesehen haben, entzog ihr Pison doch seine Liebe nicht. Er gab ihr vielmehr Mitte! an die Hand, wodurch sie ihren Fehler ersetzen und sich in ihrem Unglück trösten konte. Allein bey dem Trost, den Pison seiner Toch. ter gab, wünschte er sich beständig den Tod, und sein unüberwindlicher Gram erfüllte in kurzer Zeit feine Wünsche.
Durch den Tod ihres theuersten Vatters wurde Climene von neuem in eine unbeschreibliche Betrübniß gesetzt. Und wie konte dies auch anders seyn? Sie mußte sich nothwendigerweise den tödtenden Vorwurf machen, daß sie schuld an seinem Tode ftp, und daß sie zugleich ihren Bruder in das größte Unglück gestürzt hätte.
So gros sie sich auch den Schrecken vorstellen mußte, den sie ihrem Bruder durch die unerwartete Nachricht von dem Tode seines Vatters verursachen würde, und so gros auch immer sein Kummer über ihren Fehler seyn mußte , so wagte sie es doch, an ihn zu schreiben und ihm ihren bejammernswürdigen Zustand bekannt zu machen. Theodor hatte kaum ihren Brief erhalten, so reiste er schon von der Universität ab. Unter dem unaussprechlichen Gram, seine geliebteste Schwester trostlos anzutreffen, und unter den treuen Wünschen, sie aufrichten und trösten zu können, langte er bald darauf in seiner Vatterstadt an. Allein kaum war er angekommen; so lief ihm ein Bedienter mit thränenden Augen und mit gen Himmel gerichteten Händen entgegen, und sagte ihm, daß seine Schwester vor einigen Stunden einen Sohn gebohren habe, und nun mit dem Tode ränge. Der unglückliche Theodor! Ereilte sprachlos zum Sterbebette seiner Schwester hin, wollte sie trösten, und aus Wehmuth konte er nicht. Nur nach einigen starren Blicken, womit sie ihn noch um Vergebung bat, und nach einem sanften Drucken der Hand mußte erste sterben sehen.
Theodor blieb einige Stunden, als wenn er keine Empfindung mehr hätte. Als er sich ein wenig wieder erhohlt hatte, forderte er Llimenetts Kind, um es mit fernen Thränen zu benetzen. Er beschloß, seine aanze Erziehung über sich zu nehmen, und er erfüllte seinen Entschluß auf das allervollkommenste.
Theodor stunde auch wegen seiner eigenen grosen Verdienste, die er sich schon erworben hatte, in besonderemGnaden bey seinem Fürsten. Schon bey seiner Zmückkurstt von der Universität erhielte er die wichtige Stelle, welche durch den Tod des Gemahls der Blandino wäre erledigt worden.
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