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den hat, versichert uns, daß er eine Wissenschaft erfunden habe, die zwar; in das Gebiet der Arzneykunst gehörte, aber von den Arzneygelehrten allee Zeiten noch nicht der geringsten 'Aufmerksamkeit wäre gewürdigt worden.. „ Die Narrheit, schreibt dieser Unbekannte, ist in der That eine Krankheit, /, deren Heilung die Moralisten nur um deswillen übernommen haben, weil „ die Arzneyverständigen sich nicht darum»bekümmern wollten. Und sie ist rf doch wirklich der Gegenstand ihrer Wissenschaft, man mag entweder auf ff ihre Quellen, oder auf ihre Folgen sehen, die noch öfter physicalisch als „ moralisch sind. Ich lernte kaum über die Mittel zu unsrer hiesigen „ Glückseligkeit nachdenken, ich lernte kaum die Welt kennen; so mußte „ ich erstaunen, daß ungeachtet der erstaunlichen Anzahl von Personen, die „ mit dem gelinden Fieber der Narrheit behaftet sind, kein einziger Gelehr- ff ter auf Mittel dachte, diesem weit ausgebreiteten Uibel zu steuern. Ich rf sah mich sorgfältig in der Welt um. Aber ich fand auf Seiten der Arz- ff neygelehrten, daß sie sich nur um die Heilung der Tollheit in ihrem ff höchsten Grad bekümmerten, und auf Seiten der Moralisten, daß sie fr Mittel vorschlugen die nicht practicabel waren, weil sie sie nicht aus dee ff Natur der Kranken hergenommen hatten, denen sie zu Hülfe kommen rf wollten. Hier, dachte ich, ist der Weg, den der Menschenfreund betret- ff ten muß, der Erfindungen zum Glück der Welt machen will. Ich ff schränkte mein ganzes Nachdenken auf die Entdeckung meiner Kunst ein, ff durch die ich in den Stand gesetzt wurde, die gelindere Narren, die der ff Weit oft mehr schaden, als die Rasende, weil sie ihre Krankheit nicht ,/ fühlen, zu heilen. Ich erdachte mir ein System nach dem andern. Ich ff machte tausend Versuche. Ich zog endlich aus meinen Mitteln, die mir rr theils glückten, theils fehl schlugen, eine Sammlung von Grundsätzen, ff durch deren Anwendung ich seit einem 3aiw eme beträchtliche Zahl von „ Thoren von ihrem Elend errettet habe. Nach diesem guten Erfolg mei- „ ner Bemühungen faßte ich den Entschluß, meine Cure» so allgemein zu ff machen, als es möglich ist. Ich saun auf Mittel, dieses ohne Gefahr „ zu bewerkstelligen, und nach vielen gemachten Anschlägen hielt ich es rr endlich am bequemsten und schicklichsten, meine Erfindungen in allen rf Städten durch die öffentlichen Blätter bekannt zu machen, die in densek- ff ben zum Vorrheil des Publici geschrieben werden. Ich gebe daher auch „ Ihnen davon Nachricht, und khue Ihnen zugleich den Antrag, ob Sie ff mir nicht die Narren, die Ihnen bekannt sind, in ihrem Wochenblatt if von Zeit zu Zeit characterisiren wollen. Sind sie so beschaffen, daß sie £ 3 ti nach


