§r, Vrcsische NtMtittNutzige AttZtigM
Zeit da der Saft in die Höhe treibet, von oben bis unten abschelct, und ihn also unten gänzlich austrockenen lasse ehe man ihn fället. Diese Arbeit erfordert nur geringe Kosten / und man wird sehen was flrr herrliche Vortheile daraus erwachsen. Diese Erfindung ist nicht neu, Vitruvius hak bereits in seiner Baukunst dieses Vorschlags gedacht; und Herr du Plot versichert, daß man in Engelland, um Stafort herum, grosse Bäume, wann der Saft eintritt schele, und sie hernach bis in den folgenden Winter trocknen lasse, und alsdann fälle. Er bemerket zugleich aus einer langen Erfahrung, daß dieses Holz weit stärker, harter, fester und schwehrer sey, als das Holz von solchen Bäumen die in ihrer Rinde gefället werden.
Nachricht von der Verwahrung des Krauts und andern Pflanzen, gegen das Abfreffen des Wildes, der rauhen Schnecken und Erdflöhe.
Dieses Mittel kan man desto sicherer anwenden, da es nicht nur oft und vielfältig versucht, sondern auch allezeit gut befunden worden. Vkrrr muß diesem Uibel sogleich bey dem Pflanzen zuvorkommen. Dahero nehme man auf einem Ackerfeld das man beflanzen will, 4Loth Teufelstreck, und laß ihn in einem Schopfentöpfen mit Mistpfütze angefüllet, so lange kochm, bis er zergangen ist. Man schütte alsdann in einen groscn Gefäß noch eine halbe Wasserkanne voll Mistpfütze darzu, rühre solches wohl untereinander, und tauche alsdann die Pflanzen ehe man sie setzet, darinnen ein, so daß sie über und über »stark benetzet werden. Man wird alsdann mit Verwunderung sehen, wie sehr das Wild dergleichen Pflanzen fliehen wird. Man hat auch nicht zu fürchten, daß das Kraut einen üblen Geschmack davon bekomme, sondern der böse Geruch wird nach und nach vorr der Luft und Sonne ausgezogen.
Die rauhen Schnecken und Erdflöhe so die kleinen Pflanzen wegfressen, kan man am leichtesten durch folgende Mittel vertreiben. Man nehme einen Eimer voll Wasser aus der Mistgrube, und thue dazu für 6 Pfennige Teufelstreck, für i fr. Waid, für i fr. Knoblauch, für i fr. Lorbeer, HolunderBlätter, oder die äusere Schaale davon, eine Handvoll Ebisch- Wurzel, lasse solches dreymal 24 Stunden darum weichen. Mit diesen Wasser besprenge man Durch einen Wisch von Rockenstroh Das Kraut und hie ton$ Pflanzen, die pon diesem Ungeziefer beschädiget worden.
Uni«


