*96 Gl'esisthe wöchentlich - gemeümützr'ge Anzeigen

Aufmercksamkeit würdigt. Die meisten Bücher so von Küchen Gewächsen handeln, und in der That eine kleine Bibliotheck ausmachen, sagen wenig oder gar nichts davon; und wenn auch eines oder das andere davon redet/ si> geschiehet es doch entweder allzugenerell oder sehr unrichtig. Es gibt drey Arten von Erdbeeren, die grosen, die weisen, und eine kleine Sorte deren Blatter grüner auch mehr gezackt sind , als der ersten ihre. Zu Garten Erdbeeren wähle man die erste Sorte. Das Land muß nicht ma­ger, auch von Quacken und anderm Unkraute gereinigt seyn, und wenn es möglich ist nur Vormittags die Sonne haben, Ist das Land gegraben, so theile man Beete, jedes von 4»Fus ab, pflanze auf jedes Beet 4. Rei­hen, daß also die Pflanzen etwas weniger als i.Fus voneinander kommen, und giese sie an. Die Zeit, wenn solches geschehen muß, ist die Mitte des Augusts, oder längstens die Mitte des Septembers. Im May durchsuche man die Blüte, ob taube darunter sind. Diese erkennt man daran, daß sie in der Blüte kein Beerchen sondern einen schwarzen Punct haben. Die müssen mit der Wurzel ausgeriffen werden. Im Junio muß man die Stöcke wenigstens zweymal in der Woche wohl begiesen, wenn nicht der Boden sehr kalt und feucht ist. Sind die Früchte im Julio abgenommen worden, so müssen die ausgelaufenen Ranken alle abgerissen werden. Im November überstreue man sie mit Tauben- oder anderm kurzen Mist, den man im Merz oder April theils wieder wegnimmt, theils mit einer kleinen Hacke unter die Erde bringt. Nun verfährt man aufs neue mit der War­tung wie das vorige Jahr. Das rte, zte auch 4te Jahr werden sie viel bessere und mehrere Früchte bringen, als im ersten. Alsdenn nehme man sie heraus, und pflanze andere an ihre Stelle.

Zu verkaufen.

Es sind des weiland Fürstlichen CanzleyDirectoris, Herrn Do&oris Kayser Herrn Erben gesonnen folgendes zu verkaufen: 1) das Kayserische Wohnhaus in den neuen Bäum, worinnen 8 Stuben mit eben so viel Kammern, samt wohlconditionirten Garten bis an den Absatz; 2.) die Kayserische Hofraithe in der Schäferey, darinnen das Wohnhaus von 7. Stuben mit zugehörigen Kammern, Küchen, auch einen GartenSaal, sodann Scheuer auf beyden Seiten mit Stallung, samt einem Stück > Gatten