«mb Nachrichten 401

gestelltes, stück Holtz gewesen. Diefts klappet mit den damahligen Zeiten heffer, und ihm ist auch Der Name Sau! eigen. Gtruv in corpore hi- horiae Germanicae, Di IT, 2. §, 1 z. hat diese Meinung, aus dem Adam* ärcmwßi sehr wahrscheinlich tzmgetragen.

Was die andere Frage betrjsst: wo die Irmertsaule gestanden ha­be ? so halten einige das heutige Merseburg/ andere das heutige Dri­burg/ (sonst Iburg) im Paderbornischen, andere das heutige Stadt-» berg/ im SW Paderborn gelegen, aber dem Abt von Corvey zustän­dig, andere Hertzberg im Herzogthum Westphalen, und noch andere die obgedachte Armmruoburg vor das ehemahlige Eresburg. Die erste Meinung gründet sich blos auf die Verwandschafft der Heiden Namen. Die aber allein beweiset in der Historie nichts. Hingegen die zwote dritte und vierte Meinungen gründen sich auf die Lage der Oerter und auf die Uebereinstimmung anderer Umstanden. Vor Driburg und SeadtberH streitet insonderheit der ZugAarlsdes Grose«/ denn, nach den anna- libus Berrinianis, denen Mecenfibus und nach dein Eginharde, istLxark der Grose erst nach Eresburg, hernach an den Ursprung der Lippe ge­kommen. Wer also die fünfte Meinung behaupten will, der muß bewei­sen, daß jener Monarch einen Umweg genommen, und die WestSach-k fett, von hinten her überfallen habe; oder er muß darthun, chaß die Muthmaffung, die der Herr Hofrath Geip, in seiner Beschreibung vom pyrmorttcr Brunnen / vorgetragen hat, als ob die IrnMsäule ursprünglich auf der Armimusburg gestanden, und hernach in den Teu­toburger Forst bei den Bolderbrunn (Bullerborn) versetzt jworden feie, mit den alten Zeugnüssen übereinstimme. Und dennoch würde, in die« sem letzteren Fall, Driburg das alte Eresburg sein. Wegen seiner tage ist es auch bas schicklichste. Der Ursprung der Lippe ist nur eine kleine Stunde davon abgelegen. Ernst Casimir Wasserbach und Henrich Meibom, haben von ldieser Säule besonders geschrieben, jener: deßatu$ Anninii, dieser: de Irmenfuia.

Nota. Die, in vorstehenden Beitrügen, hin und wieder zerstreute Anecdo- fen sind völlig zuverlässig. Sie sind mir von zween braven Män­nern mitgethcriet worden, die beide in der Grafschaft Pyrmont woh­nen , und von welchen die daselbst aus dem Alterthum noch vorhan­dene Ueberbleibsel in selbst eigenen Augenschein genommen werdest sind. Ein Hochgeehrter Freund im Waldeckischen hat sie mir- t'gst verschaffet. D. M°M.

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