4cö Gwsische wochentl! ch - gemeinnützige Anzeigen Mündung dieses Stroms, nach Norden zu. Dis zweiten wurden Oft- pbali genennet; wer! sie, besser aufwärts/ diffeiks der Elbe, nach Osten zu, wohnetcn. Die dritten Hessen oderstogrivarii. Von ihnen insonderheit geschichct noch ehe Erwehnung, als von den Sachsen, überhaupt. Sie wohncken hart an der Weser, und noch jetzo ist, in der Grafschaft Ravensberg, in dem Flecken Engeren/ ihr Name übrig. Die vierten wurden Weßphali genennet, denn ihre Sitze erstrekten sich nach Westen zu. Sie wohneten zwischen der We{cr und dem Rh em , Diß- und jenseits der Lippe.
Kaiser Rar!, der Grose, bekriegte diese westGachsen, im Jahr 771. und folgenden Jahren. Er eroberte Ehresbmg, zerstshrete Die daselbst stehende IrmenGaule, und suchte , statt Dieses GötzenDien- stes, die christliche Religion bei den Westphalen, (westphälmgem) suszubreitm. , .
Nun fraget sich; i > wie war dieIrmettGäul eigentlich beschaffen? War sie von Holtz • oder von Stein ? oder von Erz ? har sie eincn geharnischten Mann? oder was hat sie sonsten, vorgestellet? z) wo hat sie gestanden? ncmlich, wo ist bas Ercsburg zu suchen. Das der Carolus M. zerstöhret hat.
Was die erste Frage betrifft, so stehen viele in den Gedanken sie feie Don Erz gewesen und habe einen gcharnischten Mann vorgestellet, der auf dem Kopf eine SturmHaube mit einem Hahn gezieret, an der Seite einen Degsn, in der rechten Hand eine Fahne, mit dem Zeichen einer rothen Rose, und in der linken Hand eine Waage gehabt habe. Einige halten Diese Meinung vor so richtig, daß man zu Hildesheim so gar Das metallene Postament annoch zeiget, auf welchem Dieser Held gestanden habe, und das von Eresburg nach Hildesheim gebracht worden feie. Aber in dieser Meinung finden sich hauptsächlich drei Umstände, die sie fabelhaft machen. Vors erste ermangelt überall der Beweis, ohne welchen in Der Historie nichts vor eine Gewißheit angenommen werden Darf. Zweitens stim- rnet Diese Meinung gar nicht mit Der Einfältigkeit überein, die wir, in den ersten Jähchunderten nach Christi Gebürt, in Teutschland annoch antreffen. Drittens ist es der Natur der teutschen Sprache zuwider, einen metallenen KriegsMann eine Gäule zu nennen. Daß die IrmenZäule von Stein gewesen sein solle, davon finden sich auch keine Spuren. Viel glaubhafter ist sie von Holtz , entweder ein nur gestümpster, und in eine gewisse Figur gebrachter .Elch) Baum, oder auch ein figurirtts, aufrecht in die Erde "Tß- ' ■ ' ■ L H geslekl-


