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kann, tvie er will, und den er, wenn er etwas gefährliches «or hat, den Versuch kann thun taffen, um ihn hernach ausMpfern, wann der Versuch unglüMch ^E^»er muß eine Freundin haben, welche eine gute Sun» qe bat, um die ganze Strafe durch ein andächtiges Geschieh von^ihrer Het- ugtdt Überzeugen ju können; die eine genaue Kenntniß aller Stad nemg- leiten besitzt; die endlich in Vereinen Minute aus Frömmigkeit enthusiaMe Verzuckungen bekommen und in der folgenden das Verhalten ihrer L>e- kannten recht unbarmherzig durchziehen kann. ... .
Ein Advocat, welcher der traurigen Nothwendigkeii verhun» gern zu müssen, nicht gern ausgesetzet styn möchte, muß immer em dutzend Freunde haben, die nie des Zankens müde werden, und m mit ihren Nachbarn friedlich leben können; dabey einige von der Art, die ge schickt fremde Hände nachmalen und in dem Norhfall fm Geld und gute Worte ein Zeugniß ablegen, oder der Wahrheit zu Steuer einen Ehd schwören können. „ , , r„ „M,
Simpli-ms hat lange keinen Freund bekommen können, so wohlfeil sie sonst zu haben sind endlich hat er einen gefunden. Gedultige Cheman- ner mögen ihn fragen, von welcher Gemuchsart fern Freund ist. Er wird zwar nicht wissen, was sie unter dem, Wort Gemuthsart verstehen » aber er wird sie versichern, daß sein Freünd ein hübscher Mensch !st, smier Krauen besonders wohlgefallt und alle Abend mrr rhm tiinft, bis öet Simvlicius berauscht zu Bette getragen wird; da sein Freund unterdessen bey der Frau bleibt ihr die Abendstunden zu vertreiben. Hatte Herr Srm- plicius einen bessern Freünd finden können? Haben dre gedultrgen ^.tan» ner nicht Recht, sich nach seinem Beyspiel zu richten?
Wer die Ehre haben will ein Bekannter von dem Herrn * tu ftyn , muß wenigstens zwey tausend Gulden im Vermögen Huben; zu einer genauem Bekanntschaft sind schon vier Tausend nöthig; Wer zehen Tausend hat ist sein Freund und ein hübscher Mensch; Wer funfzehen Tausend hat ist allerliebst, artig und sein besonderer Freund. Wenn man es endlich bis auf zwanzig tausend Thaler bringt, alsdenn ist man gar lern vertrauter Freund, sein Bruder, sein Vetter, alles was man will. Das emzige Verdienst des Herrn * * ist sein Vermögen, und also rst es kein Wunder, wenn er von andern dre nehmlichen Verdienste verlangt, die ihn selbst von dem Pöbel unterscheiden.


