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lichen Verstandes sind, waren nicht in allen Arten der Erkentnisse Aleich gros, und gleich bewundernswürdig Em jeder muß sich daher nach den verschiedenen Talenten, die ihm die Vorsehung zugetheilt hat, aus dieser Menge von Wissenschaften nur einige wenige, die er seinen Fähigkeiten und äusseren Verhältnissen am gemässesten befindet, zu erwerben ttachten.
Indessen giebt es verschiedene Wissenschaften, die vor den übrigen einett so vorzüglichen Werth behaupten, daß sie allen Menschen nicht nur nützlich, sondern auch zu ihrer Glückseligkeit nothwendig sind. Man kan unter dieselben mit höchsteORecht die Sittenlehre rechnen. Diese Wissenschaft, die rin Theil von dem weiten Gebiete der Weltweisheit ist, ist von einem so ausgebreiteten Nutzen für alle Stande und Arten der Menschen, ja sie ist allen von dem Throne an, bis in die niedrige Hütte des Sclavm herab, so unentbehrlich, daß die Unwissenheit derselben nichts als die unglücklichsten Folgen für die allgemeine und besondere Wohlfarth des menschlichen Ge^ schlechts herfürbringen kan. Sie ist die ehrwürdigste unter ihren Schwestern ; dann sie ist die Lehrerin der Tugend, die Feindin der Laster, die einzige sichere Wegweiserin zur Glückseligkeit, die Beschäftigung des Weisen, die Hauptwissenschaft des Lebens.
Ich hoffe, daß eine weitere Betrachtung«dieser Gedanken dem Endzweck unserer Gesellschaft gemäß, und der Aufmerksamkeit ihrer Mitglieder, die alle Verehrer der Sittenlehre sind, würdig seyn wird.
Wofern man den Werth und die Vortreflichkeit einer Wissenschaft aus ihrem Endzwecke beurtheilen kan, dergestalt, daß je edler und erhabener dieser ist, desto erhabener und verehrungswerther die Wissenschaft selbst seyn muß: so ist kein Zweifel, daß man bey dieser Beurtheilung der Sittenlehre einen Vorzug l ich m Rang, und eine von den ersten Stellen wird einräumeu müssen. Denn was ist der grose Endzweck derselben? Lehret sie etwa ihre Schüler den Besitz vergänglicher Reichthümer erwerben? Will sie ihnen Würden, und den Glanz der Ehre, der so viele blendet, -Ur ein wollüstiges Vergnügen der Sinnen verschaffen? Nein I Ihr £n&*
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