zr8 Grefische wöchentlich- gemeittttötzige Anzeigen
ff O erlaube mir, daß ich ihn cm mein Herz drücke! - Es ist nicht mög- ff lich, erwiederte der Engel, du sichst eine unkörpttliche Erscheinung, die „ sich nicht umarmen laßt. Ich zeige dir itzt nur, was dein Sohn für. „ Schicksale gehabt haben würde, wenn er langer auf Erden gelebet „ hätte.
„ Und warum, sagte Boznldab, warum durfte er nicht länger hier „Verweilen? Warum war es mir nicht vergönnt, der Zeuge einer so gro- „ sen Glückseligkeit und Gewalt zu seyn?
„ Betrachte nur die Folgen, antwortete der, der in dem fünften ff Himmel wohnt.
Bozaldab richtete die aufmerksamste Blicke auf die Erscheinung. In dem Angesicht seines Sohns, in welchem er sonst das sanftmüthige Lächeln der Unschuld, und die lebhafte Röche der Gesundheit zu erblicken gewohnt war; in diesem Angesicht sah er itzt bald die gräßlichen Züge der grimmigsten Wut, bald die starren Gebärden der Trunkenheit. Bald belebte es der Unwillen von neuem, bald erblaßte es aus Argwohn, bald schien es von der Macht der Unmäßigkeit zu verwelcken. Seine Hände waren mit Blute befleckt, und er zitterte wechselsweise von Wuth und Schrecken ergriffest. Der Pallast, dessen orientalischer Pomp den prächtigsten Glanz weit um sich her verbreitete, verwandelte sich auf einmal in rin en schrecklichen Kerker, in welchem der Sohn des Caliphen mit ausgerissenen Augen, mit Stricken und Ketten gefesselt, auf dem kalten gepflasterten Boden ausgestreckt läge. Bald darauf tratt die Sultanin, die vorher an Abornms Seite saß, mit einem Giftbecher in sein Gefängniß. Sie zwang ihn zu trinken, und vermählte sich nachher mit einem andern Buhler, den sie zum Sbrongotaer des Hingerichteten Königs machte. „ O wie „ glücklich, sprach Lalsc/ wie glücklich ist dein Sohn, den die Vorsicht „ durch den Engel des Todes arrs den Umarmungen des Lasters hinweg- „ riß; wie.glücklich ist er, dasi sie ihm eine Macht vorenthielte, deren „ Besitz ihn in die fürchterlichsten Tiefen des Elends gestürzt höben ft würde.
„ Es ist genug, schrie Bszaldab! Ich bäte die unerforschlichm Ent- ff würfe der Allwissenheit in tiefster Demuth an! Von welchem fürchter- v ■ ' .f. - lichen
Ma MM an^ welch« sie-vor den wahren und einigen Schöpfer des Himmels und der Erde halten.


