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sten, und unwichtigsten Insel, hat jede Nation ihren besondern Stolz, der eine Erhebung des Gemüthes, wegen der besondern Vorzügen ist, die sich eme Nation vor der andern eigen glaubt Entweder sind die Vorzüge, dje man sich selbst beymißt, eingebildet, oder sie sind wahrhaft. Der Stolz der sich darauf bezieht, ist lächerlich, wenn sie eingebildet sind, er scheint erträglich, wenn sie wahrhaft sind.--Jeder Mensch gibt seinem Kent-
niß den höchsten Preis, und meynt man sey zu allen Arten von Kentniß unfähig, wenn man zu dem seinen unfähig ist. Der Sternkundiger glaubt, man werde in jenem Leben mit Riesenschritten von einem Planeten zum andern reisen; der Scheidekünstler zweifelt nicht, man werde den Paracelsus lesen. Le Sack, ein berühmter Tanzmeister in Londen, fragte einen Freund ob es wahr sey, daß Harley, Graf von Orford un- Großschatzmeister von England geworden sey? Man sagte ihm ja. Mich wundert, gab der Franzose zur Antwort, was die Königin an diesem Harley sehen konte; zwey Jahr gingen mir mit diesem Klotze hin, unfr niemals konte er tanzen lernen. Die Narrheit ist die Königin der Welt: sehr gross Geister haben es gesagt. Jeder will für das gehalten seyn, was er nicht ist, und verachtet jeden, der nicht deakt wie er. Ein alter Eyniker sprach: ich lache eines jeden, der meiner Lacht. Gut, gab ihm ein Philosoph zur Antwort, so macht sich niemand lustiger als Du.. - - Die Menschen nennen gut und schön, was ihnen ähnlich ist, sie verachten, was mit ihren Begriffen von dem guten und schönen nicht übereinkömmt. Die Indianischen Fabeldichter erzählen, es finde sich in Indien ein Ort, wo alle Leute Buckel haben. Em schöner, wohlgemachter, und artiger Fr.mdling kam an diesen Ort. Die gebuckelte Bürgerschaft versammelte sich, die ausserordentliche Gestalt dieses Fremdlings zu sehen; ihre Gesichter, ihr Gelächter, ihre Beschimpfungen, und ihre Buckel zeigten ihre Verwunderung an. Zum gröstcn Glücke des Fremdlings, sagte ein Weiser aus dieser Bürgerschaft, der vielleicht auch ungebuckelte Menschen gesehen hatte, was thut ihr meine Freunde? Laßt uns diesen Unglücklichen nicht beschimpfen, hat der Himmel uns schön geschaffen, hat er unsre Rücken mit einem steischigten Gebürge öefeeligt, so laßt uns in der Fülle unsers Glückes nach dem Tempel gehen, den Unsterblichen dafür zu danken. Wer also m einer moralisch gebuckelten Stadt, oder in einem moralisch gebuckelten Lande nicht verachtet seyn will, der muß seiner Vernunft absagen, er muß seinen Geist einschränken, er muß die Mängel dieser Stadt oder dieses Landes grirrchwen, er muß den allgemeinen Buckel mit machen. - - Der Adel
Aar wird


