394 Giesische wochomli ch -gemeinnützige Anzeigen

Varus trieb die Sache gar so weit', daß die Teutschen ihre Streittigkei- ten, vor einem römischen Gericht zu yilifos nach den römischen Gesetzen ent­scheiden lassen mußten. Eine Zeitlang verstelleten sie sich. Endlich im Jahr Christi 9. verbanden sich einige Fürsten der Cherusker in dem Tem­pel der Tanfrne zu Driburg, sonst Rburg, im paderbormschen, die Korner unversehens zu überfallen, und das Joch abzuschitteln. Her^ mann, (Herm/ Harm, Arminius) der der vornehmste und tapferste war, und die Kriegskunst bei ben Kornern gelernt hatte, bekäme die Be- fehlshaberStelle. Die Cherusker versamnwlten sich an der Weser. Her^ wann machte erst den Varus sicher, hernach gienge er zu seinen Landsleu­ten über, und lieferte den Kornern ein entscheidendes Treffen, das drei Lage lang wahrste, und sich von der Weser an, über Horn und Dett^ mold, bis nach Verlebte? und auf das Winnefeld zohe. Varus kä­me in dieser Schlacht um, drei römische Legionen wurden zu Grund gerich­tet und verlohren ihre Adler, von welchen einer in den Morast versteckt, zween aber von den Teutschen erobert wurden. Vermuthlich sind von dieser erstaunlichen Schlacht die Namen entstanden , die in dem Pyrmont- Paderbom-und Lippischen, noch jetzo angetroffen werden, als: dasGieg- feld, Giegholtz, der Varenbusch, der Heldenkamp, der Helden­bach , der Todrengrund, de toren to Mayen, das ist: der Trauer- Thmm oder Trauer-Denkmal , der Kriegebusch/ (Fretholy/ Grrcitholtz, ) der Kamp op den roden Köpfen , an welchen letzte­ren Orten das HauptGeftchte gewesen ist. Die meisten von diesen Namm findet man in der Homannischen Charte von der Grafschaft Pyrmont. Auser denen alten SchanzGräben, die man auf eben dieser Charte findet, sind in diesen Gegenden noch heut zu Tage viele Ueberbleibsel von Schan­zen , Wällen und Gräben zu sehen. Doch die vornehmste Denckmale vom Hermann selbst sind ohnstreiti- die Arminiusburg und die Irmenseul.

r) Von der Armim'usBurg.

Die ArmmiueBurg lieget zwo kleine Stunden von pyrmont, ge- Hen SüdWest, gerade auf der Lippisch - und Paderbernischen Gränze. , (Siehe Die gedachte Homanm'sche Chatte.) Die Burg selbst ist gänzlich verfallen. Der Berg, auf welchem die Burg gestanden und der von der­selben den Namen bekommen hat, wird von den benachbarten Einwohnern der Harmesberg/ Harminsberg, Herlingsborg, auch Arminius-- berg gcnennet. Gigas, in feiner Charte vom Hochstifft Paderborn, nen­net Ihn Herlingeberg. In dm monumenüs Paderbornenlibus p. 20 r. heiset