Ausgabe 
11.12.1764
 
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wöchentlich-

M Vachrichten.

Fünfzigstes Stück.

Dienstags dm nun Decembr. 1764.

Mit Hochfürftl. Hessen-Darlnstadtischer gnädigsten Erlaubnis.

Rede von der schnellen Ausbreitung der christlichen Religion als einem unumstößlichen Beweise ihrer Wahrheit und Göttlichkeit/ von einem Mitgliede der T. Geselllchafr.

t^Kann ich nicht überzeugt wäre, daß die Bestreitcr der christliche» Religion meistentheils auS dem Grunde die Wahrheit derselben

*7 zweifelhaft zu machen suchten, weil sie in dieser Unwissenheit den mächtigen Schutz.wider den marternden Kampf ihres gebrandmarkten Gewissens zu finden träumen : so könte ich nicht begreifen > wie so viele einsichtsvolle Männer die Kraft der unwidersprechlichsten Zeugnisse, welche die Wahrheit für die Lehren des Christenthums ablegt, durch die nichtig­sten Zweifel schwächen können. Das wundert mich nicht, daß ein Rnu<- zen) ein Morgan/ ein Woolston/ ein Edelmann den göttlichen Ur­sprung der christlichen Religion bekämpft. Der unsinnige Haß wider die Priester, der in ihrer Brust kochte ; der lächerliche Stolz, der diese Spötter alte und von einer ganzen Welt angenommene Lehren verachten hiesse ; die unglückliche Begierde, sich von den Geschichtschreibern Ser KirchenSchicksale in da- beschimpfende Verzeichniß der starken Geister ge­setzt zu sehen, die natürliche Abneigung vor den Vorschriften einer Relr-

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