Gr'esische wöchentlich ♦ gemeinnützige Anzeigen
„ Mchthum nicht nur zu verachten, sondern auch zu verabscheuen. Sei- ,, ne Juwelen hat er weggeworffen, und rekannt, daß sie unnütz waren. „ Einen Theil derselben gab er den Seefahrern, und fand, daß sie ihm „ schädlich waren. Nun hat er gelernt, daß der Werth oder die Nich- „ tiakeit, der Nutzen oder das Verderben der Reichthümer blos von der „ GemüthsBeschaffenheit und den Gesinnungen des Besitzers abhänge. ,, Glückselig ist der, den das Unglück lehrt, weise zu seyn ! Wende nun " deine Augen auf eine andere und für dich interessantere Scene!
Der Beschluß folgt nächstens.
Gelehrte Nachricht.
Am 28ten September disputirte Herr Johann Philipp wicner, der Gottesgelahrthert Beflissener aus Darmstatt, unter dem Vorsitze des Herrn Prof. Dr. Müllers über den Satz:
„ La Providence ne S* in ter eße point K Y individu mais & I’
welchen der weltweise von Sanssouci in dem bekannten Brief an den Mauperruis ausge»ühret hat. Die hierüber gedruckte Dissertation ist zu merckmürdig, als daß wir uns begnügen könten, sie blos angezeigt zu haben. Ein kurzer Auszug aus derselben wird wenigstens einigen von unfern Lesern büchst angenehm seyn.
Die Absicht des Herrn Verfassers ist nicht, den Brief des Welkwei- stn zu wiederlegen. Diese Arbeit ist schon lang gethan worden. Er unternimmt eine unerwartetere Bemühung. Er will ibn retten, er will beweisen, daß nur dem Anschein nach ein alter oft widerlegter I rthum in demselben vertheidigt würde; daß hingegen würklich und in der That die orthodoxe Minung der Theologen von der göttlichen Vorsehung in diesem Bries zum Grund läge. Die berühmten Berlinischen .unstrichter, welche seit einigen Jahren die neueste Litreratur beurtheilen, haben bereits versucht, dem oben angezeigken irrigen Satz ein unschuldigees Ansehen zu geben. Herr W ist aber mit ihrer Rettung nicht zufrieden, sondern sucht ihre Unzulänglichkeit zu beweisen, und die Unschuld des erhabnen Philosophen auf einer andern Seite darzustellen. Um dieses glücklich bewürken zu können, trägt er zuerst auf eine vollständige und deutliche Weise die Lehre von der Vorsehung, wie sie von den orthodoxen Theologen und Philosophen
gelehrt


