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ss noch jung ist/ vor Petersilge oder Kerbel ansehen sollte, und woran sich das Vieh den Tod fasset/ anzutreffen. Verschiedene haben im vorigem Jahre/ einige früher/- andere später/ solche Wafferrräuter, die man itzt' von neuem so merklich Hervorschieffen flehet/ nicht mit der Wurzel ausge­macht/ sondern nur oben mit-etwas Erde abgebracht/ auf Haufen gelegek, durch die Sonne trocknen lassen und sie angezündet. Davon hat man sich ohne Zweifel die beste Wirkung versprochen;- vielleicht aus der Ursache/ weil die Asche von Gewächsen und t)w gebrannte Erde den Wiesen f zumal wenn sie lange unter Wasser gestanden/ nützlich sind, und sie verbessern. Das ist auch wohl in soweit richtig: Aber durch solches Verfahren sind die tief m die Erde gehende wurzeln der Schilfgewächse und des Schierlings nicht herausgebracht r sondern stehen gelassen worden; und das wird man genug ' gewähr/ indem sie wieder stark ausschlagem Gewiße Leute/ von denen etwan die Wurzeln gedacht worden/ haben ihren Wiesen im vorigen Jah­re durch Graben- mW -Hacken zu helfen sich bemühet/- und es weiset sich aus, daß sie es nicht unrecht angefangen gehabt/ da-dieselben itzo ein ande­res Ansehen haben/ als die oben beschriebene. Man könte daher dieser iHv Veyspiek zum Muster anführen / und allenfalls «machen ? daß nun das Werk fordersamst ganz ernstlich anzugreifen- sey, und daß durch Pflü­gen/ Graben und Hacken, oder durch eines oder das anderet wie es sich

- nach Beschaffenheit der Umstände am besten thun laßt/ zu rechter Zeit uns mit allem Fleise das Unkraut zu vertilgen und desfin Wurzeln gänzlich aue- zurotken; ferner die wiesen wieder ordentlich zu recht zu machen/ mit gu­ten Heusaamen zu besäen / und zu-egen oder zu rechen wären; Allein das sind nicht allein wohl bekannte/ sondem auch gar mlchsame, kostbare und verdrießliche Dinge. Man darf also dergleichen vorzuschlagen nicht leicht - unternehmen; sondern muß vielmehr einem-jeden seinen freyen Willen- lassen, ob erlflch derselben Mittel bedienen/ oder indessen den Nutzen entbehren unS warten will-, bis sich die verdorbene Wiesen nach seinem Wunsche ohne Ar­beit und Kosten vor sich zu verbesiern / und die beste Grasarten statt des Un­krautes hervorzubringen von sich selbst dermaleins bequemen wollen.

Uiber unfern guten 'Herrn 2lttchropophü haben wir schon manche nach- theilige Urtheile gehört- Wir blieben gleichgültig dabey, weil sich von seiner Kunst noch zur Zeit nicht mit Grunde urtheilen- läßt. In­zwischen hoffen wir doch durch die Bekantmachurrg folgender Critick über ihn die Einsendung seiner Reeepte zu beschleunigen.

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