Mlmzchmdes Stück.
Dienstags dm 8tsn May 1764»
Mit Hochfürstl. Hessen /Därrystadtischer gnädigsten Erlanbnis>
Ä^^inige unsrer Leser haben uns ihre Unzufticdenbeit über das auf der 98 Seite unsrer Anzeigen eingerückte allgemeine Gebat bezeigt. Wider den Innhaltselbst hatten sie nichts zu erinnern. Sie mißbilligten nur die Stelle, an welche wir es gesetzt hatten, und meinten , daß es für Wochenblatt zu heilig, zu ernsthaft, zu erhaben wäre. Wir geben zwar zu, daß dieses poetische Stück aus Versehen des Schriftsetzers in dem da- rnahligen Stück unster Anzeigen eine unrechte Stelle gehabt hat. Allein wir halten die Gründe gedachter Leser, wodurch sie das Ernsthafte, daö Heilige, das Erhaben aus unfern Blattern überhaupt ausschliessen wollen, nicht für hinlänglich. Sie sollen uns daher nicht abhalten, unsre Leser in Zukunft mit Poesien zu unterhalten, die die Empfindungen der christlichen Religion ausdrücken. Wir halten gleich itzt unser Versprechen, und hoffen,' daß nachstehende -Ode viele von unfern Gönnern vergnügen wird.
Trost des ewigen Lebens an den Herrn $}?*♦♦♦*
Sä/ schauen werd ich dich, mit diesen Augen schauen Dich, mein Erlöser und mein GOtt!
Welch ein Gedanke, Freund! du sollst ihn mit mir fthaM, ' Dm Tr-st der Frommen, deinen GOtt l m


