Wtestsche wöchentlich- gemcmnWge Unzeigcn « Vachrtchtt».

Zwky und Dreysigstes Stück.

Dienstags den 7ten August 1764.

Mit Hochfürstl. Hessen-Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis.

Mit die Ge- gro-

Fsrtsttzung der moralischen Erzählung.

ikiKZ^An siebt hieraus wie Pison zugeben konnte, daß Climene Blandinen umgehen durfte. Er hatte sich mehr um tipwe/w Gesinnungen des Mitters , als um den Charakter feiner mablin bekümmert. Und weil Blandine beständig bey Hofe m sem Ansehen stunde und als ein sehr artiges Frauenzimmer bekannt war, fo glaubte er, daß seine Tochter aus ihrem Umgänge die gasten Vorthelle lieben würde Allein es ist vielleicht einer der gewöhnlichsten Fehler bey der Erziehung der Kinder, daß Eltern zu wenig auf die Gesellschaften der­selben aufmerksam sind. Sie erlauben ihnen ost aus einer schädlichen Lie­be den Umgang mit Leuten, die ihren ganzen Abscheu verdienen wurden, wenn sie sie recht kennten. Es ist wahr, Llrmene wurde das artigste und witzigste Frauenzimmer, und lernte in dem Umgang Mit Blandmen die Welt kennen. Aber dabey flößte ihr Blandine nach und nach emm all- Lugrosen Gefallen an der Anbetung galanter Cavaliere ein. Sie unterhielte sie oft gan e Stunden von Alcandorn, ihrem nahen Anverwandten , der ihr versprochen hatte, sie mit nächstem zu besuchen. Sie machte Elrme- NM / die vortheilhaftesten Schilderungen von demselben und nahm stt so