und Nachrichten.
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Die Kritik, fa4t er: sollte sich fast nicht einlaffen, die Ursachen dieser so schnellen und so mächtigen Wirkunzengaufzusuchen. Sie sind von so verschiedenen Feinheiten, und diese haben ein so,chanmgsMig^ Ä-rhattm« unter einander/ daß <5 unendlich rst/ (i< ülle mit rXlchtrgkert zu entlD'@ö' stark sind die Empfindungen, welche die Dichtkunst m uns erwecken kann , wenn sie u»S Wahrheiten der RKion vortragt! David wußte die Vortheile, die er durch lerne erhabene Dichtkunst m der Seelen eines jeden au'mercksamen Lesers wirken wurde. Und wer hat sie gelesen, ohne diese Wirkungen emp unden zu haben ? „
SiUetii so grob auch die e Vorkheile sind, rie der Dichter n. der Re- lizson stiften kann, und so sehr es auch die Off-iibarung billigt und von ihr b-soklen wird, in derselben zu dichten; so unmerkbar geringe ist doch die Anzahl derer, die ihr Genie den gütlichen Lchren »nd Empfindungen der R-ligior widmen Denn den wenigsten ist eb -ine heilige Pfiicht, die vorkrefiichen Wchrbeitea derselben ausjudreiten und andem deutlichere Begriffe davon beyzubringen, als sie gemeinigstch haben ! Man beki achte nur einmal die Gegenstände der grösten Dichter. Smd sie liicht meistentheils ihrer erhabnen Vorstellungen und entrückenden Begeisterungen unwürdig? ntnia erheben sie einen Monarchen der bcy allen feinen Grausamkeiten bey- uahe weniger als ein Mensch ist, ju einem GOtt. Bald nwblen 6e bet: sntsezlichsten und unmenschlichsten Tyrannen -IS den gr-n-niuthigsten und meistchlistreundlichsten .friden. Bald fiieien sie in Dankbarkeit zuiamnren, »Inn sie ihren reichen Gönner schildern, der dock ost weiter nichts vorziiz- S an sich hak" al« daß er jeden Lobipruch »euer bezahlt, Bald lieget: sie entrückt vor einer Geliebten, deren Reize unter ihrem Singen verblühen. Bald loben sie die Wollust als das höchste irrdische Gluck. Bald rasen ste mm Preise des Bacchus. Welche unwürdige Gegenstände eines gross» Geistes, der so geschickt wäre, die Thaten seines Schöpfers zu verkündigen und dis Menschen zu dankvaren Empfindungen gegen denselben anzuseuien. er d; will anijk nicht die Ursache untersuchen. warum sich die Poesie so sehr weit von ihrem ersten Ursprung zu ihrer grösten Schande entfern: hak. Al- lein dieses ist doch gewi«, daß man es zu den Zeiten Davids nicht wie heut ^a8, für fanatisch hielte, wenn man nur von hmmlischm und ewigen Geaeiistanden dichtete. Die Dichtkunst war dazumal blos den göttlichen Wahrheiten und dem Lobe des Uiiendlichen geheiligt. Und sind wir dann weniger verbunden, «IW jur Ausbreitung unftsr Religion anzuwenden, al« ty y ♦


