5^ Giestsche wöchemlich^ gemerttttötzige Auzsigett
daß drrzwey Augen habest, und werdest m das höllifthe Feuer geworfen/ da ihr Wurm nicht stürbet , und ihr Feuer nicht ver^ rösches. Da her Heyland diese letztere Worte dreymal wiederhohlet, so ist daraus zu erkennen, daß er die Menschen recht deutlich und nach-- drücklich hat lehren wollen, daß der Wurm der verdammten nie sterben, und ihr Fcu'er nie verlöschen werde. Wer nun dieses nicht glauben will, der macht Christum zum Lügner, und der wird in der Ewigkeit erfahren , daß Christi Worte Warheit sind. , 1 *
Auch unsere blose Vernunft, wenn wir nur der Sache recht Nachdenken , kann die Unendlichkeit der Strafe der Sünder einsehen. 'Sie weis, daß GOkt der Schöpfer und Erhalter aller Menschen ist, und daß folglich die Meschen von ihm, als ihrem höchsten Herrn, abhangen. Dem höchsten Herrn gebieret der höchste Gehorsam. Wer dem höchsten Herrn den höchsten Gehorsam nicht leistet, sondern ihm gar wiederstrebet, der begehet dadurch den höchsten Ungehorsam Der höchste Ungehorsam wird von der höchsten Gerechtigkeit mit der höchsten Strafe beleget. Die höchste Strafe ist die ewige Strafe. So gewiß also GOtt der Schöpfer und Erhalter der Menschen ist; so gewiß ihm der höchste Gehorsam gebieret; so gewiß die Menschen, in dem sie ihm wiederstrebm (das ist, in dem sie sündigen) den höchsten Ungehorsam begehen; so gewiß der höchste Ungehorsam, von der höchsten Gerechtigkeit, mit der höchsten Straft beleget werden muß; und so gewiß die höchste Strafe die ewige Straft P; eben so gewiß muß GOtt, Kraft seiner höchsten Gerechtigkeit, die Sünder mit der ewigen Straft belegen. Da nun die Menschen allchmmt, von Natur, GOtt wiederstreben, welches die tägliche Erfahrung lehret, so müssen sie allesamt auf ewig von GOtt verdammet werden. Dieses ist die Sprache des Gesetzes, so wohl in der Gchrisst, als in der Vernunft» So bald nun der Mensch dieses erkennet, so muß er seine Zuflucht zu D^r göttlichen Offenbarung nehmen, denn die blo* ft Vernunft weiß hier nicht zu rächen. Die Offenbarung lehret uns, baß die zweite Person der Gottheit, Kraft eines göttlichen Rathschlusses, um die Menschen von der ewigen Straft zu erlösen, um fähig zu seyn, sich vor das menschliche Geschlecht strafen zu l.ssn, menschliche Natur an sich genommen, aller Menschen Sünden auf sich geladen, und für selbige, sich zum Tod verdammen, an das Kreuz heffken und tödten lassen; daß er, Kra^t seiner göttlichen Natur, nicht im Töd geblieben, sondern auftrstan- den, und siegreich gen Himmel gesahrm feie; daß er daselbst zur Rechten
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