rmd Nachrichten. 105

Durch niederträchtige PasquWn, Sol! ich nie meine Rachsucht stillen, Soll mich in meine Tugend hüllen;

Wie gern geh ich das ein!

Doch wenn die Narren triumphircn, Sie nicht in bessernden Satiren Zum Schrecken andrer aufzuführen?

Das, Vetter / kann nicht seyn.

Ich soll stets nach der Klugheit streben

Und ihm von meinem ganzen Leben

Oft unverfälschte Nachricht geben: Wie gern geh ich das ein!

Doch jetzt will ich mein Mädchen küssen. Muß dieß denn auch mein Vetter wissen? So thörigt wird er ja nicht schliessen.

Das kann durchaus nicht seyn.

Wir haben endlich die Antwort des Herrn AnchropophLls auf den Brief der Frau Modestine erhalten. Wir befürchtete^ gleich an­fänglich , daß die Errettung ihres Mannes unmöglich seyn würde. Und unsere Furcht war nicht ungegründet. Die arme Modestine! Sie ver­dient aus einem doppelten Gründe unser Mitleiden. Herr A. spricht ihr nicht nur alle Hofnung ab, sondern ausert sogar ein Mißtrauen wi­der ihre Aufrichtigkeit. Hier ist ein Auszug aus seinem Briefe:

"Erwarten Sie kein Recept vor den Mann der Modestine. Ich "erschrack über das entsetzliche Bild/ das diese Frau von ihm mach- te. Das sind nicht Züge eines verdorbenen Menschen: Das sind "Züge eines Ungeheuers. Eher hatte ich es übernehmen wollen, "denPhylax in der Fabel zu heilen, als diesen abscheulichen Scla-

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