rmd V7achn'cheett. ri9

bett die Nordscheine, welche man zur Zeit des Neumonds, und zu allen Zeiten des Nachts, wann die Luft klar ist, sichet, so viel Licht von sich, daß man dabey in einem Buche vollkommen lesen kan. Die Luft ist gesund : nur die häufigen Nebel verursachen den Scharbock und Vrustzufälle: äus­ser diesen beyden Krankheiten aber weiß man von wenig andern. Gleich­wie sich die Nebel hauptsächlich nur im Sommer einfinden, und den Em- wohnern beschwerlich sind; so thut dieses im Winter der Rauch oder der Dunst der Kälte. Er steigt aus der See wie aus einem Camin, und fo dick wie die dickste Wolke auf, und es fährt eine dermaßen brennende Kälte aus demselben, daß sie die Haut im Gesicht verbrennen kan, wenn man sich äusser dem Dunstkreise befindet; und dagegen, wenn man darem kömmt, das Gesicht und die Hände nicht mehr verbrennt, sondern sich tn eine Art von Zunder verwandelt, und an fre Haare und Kleider ametzt, wie bey einem Rohreif zu geschehen pfiegt. - Man findet in Grönland kein einziges schädliches Thier, äusser den Bären. Dieser gibt es nach dem 76sten Grad zu eine grose Menge. Sie find ungemein gros, haben lange weise Haare, und sehen gräßlich aus. Die Rennthiere sind an gewissen Orten in so groser Anzahl, daß sie Schaarweise gehen. Die Grönländer bringen den ganzen Sommer mit der Rennthierjagd zu. Sie umringen mit ihren Weibern und Kindern diese Thiere, und jagen selbige durch schmale Durchgänge hin, wo sie von Mannspersonen, die daselbst lauern, mitPsei- len erlegt werden. Wenn sie nicht Personen genug haben, sie zu umringen, so nehmen sie lange weisse Stangen , an deren Ende sie ein Stück Tortz stecken, und pflanzen selbige an den Weg der Rennthiere, damit sie sich davon entfernen, und nicht hindurch wischen mögen. Hasen gibt es im Ueberfluß; sie sind, sowohl den Winter als Sommer über, schön, gros und weiß. Die Wüchse haben weisses, graues, oder bläulichtes Haar. Die Grönländer fangen sie in steinernen Fallen, welche wie kleine Hauser ge­macht sind, und worinn das Lockaas mit einer Stange befestiget ist. So­bald der Fuchs daran rührt, fällt die Thüre, welche aus einem grosen, platten und dünnen Steine besteht, herunter, und das Thier ist solcherge­stalt gefangen. Die einzigen zahmen Thiere, die man m Grönbrnd fin­det, 'sind die Hunde. Sie sind sehr gros, und die meisten haben ein weit- ses, oder weiß und schwarzes Haar, mit gerade in die Höhe stehenden Oh­ren. Sie sind stumm , und bellen niemals, sondern heulen blos. Tue Nordischen Einwohner bedienen sich ihrer anstatt der Pferde, auf dem ihre Schlitten zu ziehen. Man spannt vier, sechs, Meilen acht bis zehen

S? Hunde