MS Giesische wöchentlich-i gemeinnützige Anzeigen
im Gegentheil «eitet gegen Norden nicht das geringste wächst. Man entdeckt in Grönland unachten Marmor; eine Art von roihem und weisen Bergtrystall, und ganze Asbestgebürge. Diesen Stein solle man demäus- prn Ansehen nach vor einen gemeinen und schlechten Stein ansehen; allein man kan ihn wie em Stuck Holz spalten und reiben. Inwendig ist er »oll Faftn und Zasern, welche wie Stroh oder Heu aussehen, und sich wie andere Faden drehen lassen. Wann sie in einer fetten Materie, als Baum« »hl oder Fischtran hegen, brennen sie, ohne sich zu verzehren, und ohne zu Asche zu werden. Was die Beschaffenheit des Himmels und der Lust he« trifft: so regnet es in Grönlaiid selten , auch bemerkt man daselbst wenige Sturmwinde; sondern man hat den ganzen Sommer über sehr heiteres Wetter und schone Tage. Würde es nicht, vomemlich an der Seeküste fast beständig von einem erschrecklichen Nebel geplaget, oder gar aiigesteckt, so wäre es cm vorttefliches Land. Der Sommer fängt erst'zu Ende des Maymonats an, und hort gegen die Mitte des Septembers auf. Wann die Luft hell ist, so ist es so warm als sonst irgendwo. DerWinter ist bis zuin eilten Grade erträglich; weiter nach Norden aber, vornehmlich unter dem sssten Grade, und noch höher hinauf, ist dieKälke dermassen scharf und strenge, daß der Franzbrandewein in den Häusern frieret Die See fangt oU Ausgang des Augusts überall zii frieren an; und dieses Eisschmiltt vordem April oder Mapmoäat nicht; ja zum östern schmilzt es auch wobt nicht vor dem Ausgange des Brachmonatö. Äusser dem entsetzlichen Eist, womit das Land biö über die höchsten Berge bedeckt ist, sieht man auf der
. S-e eine grose Menge Eisschollen schwimmen. Diese Eisberge eiitstehen in dem sich an denjenigen -Oertern, wo die mit Eis bedeckte Felsen nach dem Meer zu abhängig sind, grose Stücke Eis losrissen, und alsdann ans den Meerbusen herausgekrieben werden.' Sie stellen ost seltsame Gestalten vor. Einige stellen sich dem Auge wie grosse Schlösser mit Tbürmen dar; andere haben die Gestalt eines Schiffes mit aüsgespannten Segeln, dergestalt, daß man sie öfters fnr wirkliche Schiffe gehalten hat. «ihre mannigfaltige Farben sind eben so bewundernswürdig. Bald sind sw weiß und glänzend wie Crpstall; bald saphirbläu; bald schrnaradgrün. Im höchsten Sommer hat man in Grönland aar keine Nacht; und an gewissen Orten sieht man die Soiine die ganze Nacht hindurch scheiiien. ' Dagegen aber ^ Ech die Tage !M Winter sehr kurz. Indessen ist doch niemals eine völlige Dunkelheit vorhanden. Nicht allein der Mond, sondern auch das Eis und der glänzende Schnee erheitern die Nächte. Besonders aber.ge.
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