Ausgabe 
29.7.1777
 
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Giesser Wochenblatt.

Ein und Dreißigstes Stück.

Dienstags den 19. Jul. 1777.

Mit Hochfürstl. Hessen Darmstädkischcr gnädigster Erlaubniß.

Von Handwerks - und andern Sachen.

i.

(?>as junge Reißig und Aeste von Eichen Holz, zerstoßen, giebt das 'A ) beste Lohe vor die Gerber, und ist schad, daß man es verbrennt; cx-y eichene Sägspäne taugen auch vortreflich dazu, besser als die alte Baum - und Fichten. Rinde.

r.

Die Weinhefen in Sacke zu thun und zu keltern, giebt den stärksten Wein und kostbare Farbe vor die Kupferdrucker.

Den Wurm am Finger zu vertreiben, nehme man Rockenmehl und Wrineßig, koche solches zum Brey, und wann er kalt, so beschmiere man den Finger dick und so ost damit, bis der Schmerz vergehet, und der Schade geheilt ist.

4.

Wer Getränke auf freyen Feld gern frisch haben will, der muß es m die Erde ein paar Schuh tief eingraben, und die Erde drüber legen, so­dann grad über solchem Gefäß etwas Heu oder Stroh anzünden, wor- nach alle Kälte in die Erde sich um dasselbe ziehet und Eißkalt macht.

Ratzen und Mäuse zu vertreiben, nehmet r Unze nux vomica oder Krähe-Augen, pulverisire und vermische es mit Butter oder Schwein- Schmalz zu einem Taig, von diesem thue einer Haselnuß groß in weiß Papier und stecke in jedes Loch wo die Ratzen und Mäuse aus- und ein# gehen, dergleichen Bürgen, so werden sie alle davon sterben.

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