Giesser Wochenblatt.
Ein und Fünfzigstes Stück.
Dienstags den rL. Deccmbr. 1777.
Mit Hochfürstl. Hessen Daemstädtischcr gnädigster Erlaubniß.
Litterarische Nachricht.
/■Stt tote beynahe ausgearbeiteke Band der ausführlichen Geschichte j der Hessen , wird in der OstermessedeS i779ten JahrcS diePresse verlassen« Ich habe mich genülhigct gesehen, die Begebenheiten Landgraf Wilhelm des Fünften von Heffencassel, die ich den 9ten Band gewidmet hatte, in den roten zu bringen. Der starke Einfluß, den das hochfürstliche HauS Hessen wehrend des dreyßig jährigen Krieges, in die Staatsangelegenheiten deö RncheS und eines beträchtlichen TheiieS von Europa gehabt Hal, machen die Begebenheiten seiner damaligen Fürsten so wichtig, daß diese Abänderung meines Planes ganz nothwcndig wurde. Sollte ich hierüber, meinem Versprechen gemäß, die vaterländische Geschichte in den roten Band mcht vollenden können, so werde den Rest derselben noch dem ulen widmen und wo möglich, die Begebenheiten der heßischen Nebenlinien damit verbinden. Man schmeichelt sich, daß die Kenner und die Liebhaber der vaterländischen Geschichte, durch diesen Umstand nicht werden gereizet werden, mir den Beyfall zu entziehen, damit sie mich nun schon so lange beehret haben, ja man hoffet so gar, daß eS ihnen weit angenehmer seyn werde, die Geschichte der apanagirten Linien, in der Haupthistorie zu lesen, alS solche in den Veyträgen zu suchen.
Der Vorschuß von dem roten Band ist von dem zten December 1777 bis dahin 1778 ein Gulden ConvcntionSmünze, außer benahmter Zeil aber wird dieser Band, gleich den vorhergehenden, nicht unter einem Thaler weggegeben. Die Kriegerische Buchhandlung nimmt Prä- numeration an. Biedenkopf den ;te»Decembr. 1777-
-v G. S» Teuthom.
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